Jun 082007
 

Der Uniformserver ist ein WAMPP-Paket (Windows, Apache Webserver, MySQL-Server, PHP, (Active-) Perl), das ohne Installation, somit auch von USB-Sticks, lauffähig ist. Geliefert wird er zudem mit einem Admin-Menü, welches u.a. bequemen Zugriff auf phpMyAdmin (MySql-Datenbankverwaltung), einem Scriptconverter von Windows- zu Unix-Format und dem Backupscript phpMyBackupPro bietet. Zudem kann man über ein Plugin flexible bestimmen, ob man PHP4 oder PHP5 nutzen will.

Ich nutze ihn seit Jahren und auch gerade im Moment sehr exzessiv für mein Projekt im Fachbereich. Seit ziemlich genau einem Jahr gab es allerdings kein Update, wobei sich die Versionssprünge der einzelnen Komponenten aber auch im Rahmen hielten. Aufgrund des Projektes habe ich in letzter Zeit öfters nochmal nach neuen Entwicklungen geguckt und tatsächlich ist seit zwei Tagen im Blog ein neuer Eintrag: 3.4-Sluger Released!

Wesentliches hat sich hier nicht geändert, außer das nun ein Update auf die aktuellste PHP-Version (5.0.2 (?) => 5.2.3) durchgeführt wurde. Bei MySQL bleibt es bei der 5.0er-Version (5.0.41). Zudem ist jetzt der eAccelerator gleich mit integriert. Allerdings wäre es auch nicht so, dass bei der 3.3-Version viele Wünsche (für meine Ansprüche) offen geblieben wären.

Der Uniformserver ist eine sehr gute Alternative zu dem zu installierenden Xampp (es geht auch ohne Installation, muss dann aber in c:\ liegen) oder auch Server2Go, der (zmdst. laut Angaben im Downloadbereich) „nur“ MySQL 4.x mitbringt. Zudem ist das UniCenter, eine Art FAQ- und HowTo-Sammlung, eine guter Ansatz.

Nach dieser kleinen Werbeunterbrechung, werde ich mich nun auch wieder dem Projekt widmen 😉

Apr 252007
 

Vor einem Weilchen hatte ich mir unter dem Titel Kollaborativ aber wie einige mehr oder weniger geodnete Gedanken zu Course-Management/E-Learning-Systemen gemacht. Eigentlich gäbe es dort mittlerweile sehr viel zu ergänzen, aber wie man schon der Update-Frequenz dieses Blogs entnehmen kann fehlt da die Zeit im Moment.

In der Kurzfassung setzen wir für unser derzeitiges Projekt Moodle ein. Abgesehen vom Forum, welches einigermaßen rege genutzt wird, scheint es mir ein eher ungünstiger Ansatz für solche Projekte zu sein. Besonders das Wiki ist eine echte Crux, da es schon beim Bearbeiten durch mehrere Personen zu Problemen kommt – ganz abgesehen von der allgemeinen Übersicht, da konkrete Änderungen nicht angezeigt werden können (oder diese Funktion irgendwo versteckt und mir entgangen ist).

Wie dem auch immer sei. Damals ist mir bei dem ersten Eindruck nach besonders Drupal positiv aufgefallen. Vor kurzem bin ich jetzt über DrupalED – Drupal for Educators – gestolpert. Dabei handelt es sich um eine mit verschiedenen Modulen und Einstellungen vorkonfigurierte Drupal-Version. So können z.B. unter anderem Kurse und Gruppen schnell und einfach erstellt werden. Die Darstellung auf der Webseite fasst das Konzept ganz gut zusammen:

The goal of this site is to create a flexible framework that allows for users to set up a social learning environment or a more traditional learning environment depending on the needs of the learners within the site. With this current framework, both approaches are supported.

Für einen ausführlichen Test fehlt mir die Zeit, aber insgesamt macht es gegenüber der normalen Drupal-Version tatsächlich einen noch besseren Eindruck á la set-and-forget. Das einzige Problem, welches ich schon beim Standard-Drupal hatte, ist dass es bei mir verhältnismäßig langsam bei der Navigation reagiert. Das scheint aber nicht nur ein Konfigurationsproblem meinerseits sein, aber bisher hab ich keine (schnellen) Lösungsansätze gefunden.

Ich denke diese Modifikation sollte man trotzdem auf jedem Fall mal im Auge behalten… 

 

Update 2007-04-25: Na sowas, gerade entedecke ich bei Jane's E-Learning Pick of the Day den Hinweis auf  PHPedu. Das scheint nochmal eine andere Variante zu sein.

Mrz 122007
 

Wieso?

Das nächste (Projekt-) Semester nähert sich mit großen Schritten und für mein Projekt – Chat4You, genaueres siehe Link – finden sich bereits die Projektvereinbarungen online. Zwei Festlegungen machen mich da besonders nachdenklich:

Die genannten Arbeitsschwerpunkte sind inhaltlich und organisatorisch eng verzahnt. Das Projektteam wird die Schwerpunkte in einzelnen Arbeitsgruppen arbeitsteilig teilweise nacheinander, teilweise zeitgleich erarbeiten.

und

Ein Erfolgsrezept für jedes Projekt ist eine gute Dokumentation. Alle Projektunterlagen wie Protokolle, schriftliche Ausarbeitungen, Materialsammlungen, Zeitpläne usw. werden im Projektordner auf Laufwerk K: gesammelt. […]
Durch eine kontinuierliche Dokumentation gehen keine Arbeitsergebnisse verloren und Doppelarbeit kann vermieden werden. […] Empfohlenes Format ist Word.

An anderer Stelle wird noch erwähnt, dass Sitzungsprotokolle per E-Mail verteilt werden sollen.

Da schreit doch der kleine Häwelmann in einem „Mehr, mehr!“. Fast hätte ih auch ganz ungestüm in Form einer E-Mail an die Projektleiter ins Segel geblasen, dachte mir aber dann doch, dass es besser wäre sich erst mal nach potentiell besseren Lösungen umzuschauen. Man denkt zunächst an Wikis, aber im Grunde liegen die Anforderungen doch weit höher. Was ich mir sinnvoll vorstelle – und dann letztlich bitte alles unter einer Haube:

Was?

  • Wiki: als Text- und Ideensammlung
    Einzellösungen: Nun, hier gibt es massig gute Lösungen.
  • Blogs: wobei mir hier die Begründung schwerer fällt, allerdings merkt Thomas Peil in seinem Blog Textdepot zu seinen Erfahrungen mit Wikis an Hochschulen an: „Von einigen Studierenden wurde das Publizieren im Weblog […] als attraktiver empfunden als das Verfassen von Wiki-Beiträgen.“ Evtl. liegt das auch an der besseren Einordbarkeit von Beiträgen ins Blogs gegenüber Wikis?
  • Books: Die beiden vorangehenden Punkte betrachtend ist mir während meines Ausprobierens diverser Lösungen dann bei Drupal auch das Books-Modul aufgefallen. Hier ist der Ansatz, dass tatsächlich ein Thema strukturiert und als zusammenhängender Text organisiert werden kann.
    Einzellösungen: Soweit ist mir hier nur Basecamp bekannt, welches aber bei den interessanten Dingen kostenpflichtig ist.
  • Forum: insbesondere für „Metadiskussionen“ bezüglich Projektfragen (Organisation etc.)
    Einzellösungen: Persönlich gefallen mir hier immer noch phpBB und myBB sehr gut, aber ich könnte ja auch durchaus mit rudimentäreren Lösungen leben.
  • Bibliographie: vielleicht würde ein Wiki genügen, aber eine seperate Literaturliste hätte auch etwas für sich.
    Einzellösungen: Hier gibt es online einige gute Lösungen wie Connotea, CiteULike und Bibsonomy. „Offline“ finde ich Citavi immer noch (kostenlos) ungeschlagen, ist aber nicht gerade besonderes auf kollaboratives Arbeiten ausgelegt.
  • Linksammlung: zu der jeder Beitragen kann. Schließlich stößt man immer wieder auf relevante und interessante Quellen, aber andere darauf aufmerksam zu machen ist ohne entsprechende Hilfsmittel einfach zu umständlich.
    Einzellösungen: Im Grunde können hier schon die oben genannten spezialisierteren Dienste völlig ausreichen, insbesondere aufgrund der Möglichkeiten zur Teambildung. Ansonsten gibt es hier ja massig Lösungen, wobei der Social bookmarks‘ review besonders schön auf Vor- und Nachteile eingeht.
  • Dokumentenverwaltung: weil nicht alle Ressourcen Wiki-fähig sind.
    Einzellösungen: Neben der Laufwerk-K:-Methode gibt es hier sicher vielfältige Möglichkeiten. Wirklich gute Einzellösungen hätte ich jetzt (außer vielleicht der teure Sharepoint, der aber schon wieder erheblich mehr ist) nicht parat – vielleicht noch Laufwerk K: als Klassiker der Wissensorganisation ;).
  • Chat: ist sehr praktisch zur zeitnahen Kommunikation und hat sich bisher im Studium durchaus schon häufiger als hilfreich erwiesen. Viele Fragen machen per E-Mail einfach keinen Sinn…
    Einzellösungen: Tendenziell würde ich eher zu P2P-Lösungen gegenüber IRC tendieren, andererseits unterstützen genug Instant-Messanger ja auch IRC. Webbasiert ist hier wahrscheinlich Meebo bis jetzt am interessantesten (also stand-alone-IM-Ersatz). Prinzipiell haben aber erfahrungsgemäß ohnehin die meisten Kommilitonen irgendeinen Instant Messanger – da wäre zumindest ein Austausch der Daten (nebst E-Mail) sinnvoll.
  • Kontaktverwaltung: mit Daten der Projektteilnehmer. Evtl. mit E-Mail-Funktion.
  • Projektmanagement: zur Verteilung von Aufgaben, festlegen von Milestones etc.
    Einzellösungen: Im Grunde gibt es hier keine Einzellösungen, sondern nur Lösungen, welche viele bereits genannte Aspekte mit einbinden.

Nun, diese Liste ist ja bereits recht umfangreich. Wenn man alles unter einer Haube haben will, dann finden sich durchaus, teils sogar schon recht ausgereifte, Open Source Web-Anwendungen. Gute Suchtermini sind z.B. „collaborative workspaces“, „e-learning“ und „groupmanagement“, wobei diese Liste sich beinah beliebig erweitern lässt bei all der Wortschöpfungskreativität der Anbieter.

Womit?

(An-) Getestet habe ich nun einige Lösungen, wobei ich hier nur kurz meine jeweiligen (vielleicht sehr subjektiven) Eindrücke wiedergebe:

  • Elgg (0.7)
    Selbstdarstellung: Elgg is an open source social networking platform based around choice, flexibility and openness: a system that firmly places individuals at the centre of their activities.
    Your users have the freedom to incorporate all their favorite tools within one environment and showcase their content with as many or as few people as they choose, all within a social networking site that you control.
    Pro: Sehr intuitiv, gut anpassbar an die eigenen Bedürfnisse und über Plugins ausbaubar. Jeder Nutzer hat seinen eigenen Blog und die Möglichkeit Ressourcen (Dateien) zu verwalten/hochzuladen. Über Communities werden die Beiträge vernetzt.
    Con:
    Das es sich hier noch nicht wirklich um eine Finalversion handelt entnimmt man bereits der Versionsnummer, merkt man aber auch an einigen anderen Stellen. Mittlerweile gibt es auch einige interessante Plugins, z.B. um ein Wiki nachzurüsten, aber diese Plugins sind meist noch eher in der Alpha-stage.
  • ActiveCollab (0.7.1)
    Selbstdarstellung: An easy to use, web based, open source collaboration and project management tool.
    Pro
    : Prinzipiell ist hier alles zur Projektverwaltung vorhanden, d.h. es können Teams gebildet werden, denen können Aufgaben (zur Erreichung von Meilensteinen) zugewiesen werden und der Austausch von Nachrichten und Dateien ist ebenfalls möglich.
    Con: Die Navigation ist etwas umständlich. Hier sind aber für die nächste Version weitreichende Verbesserungen angekündigt.
  • E-GroupWare 1.2.106
    Selbstdarstellung: eGroupWare is a free enterprise ready groupware software for your network. It enables you to manage contacts, appointments, todos and many more for your whole business.
    Pro: Die Anwendung bietet teilweise noch mehr als ich oben aufgeführt habe. Kalender, Adressbuch, Projektmanager, Ressourcenverwaltung, E-Mail, Workflow, Wiki, Lesezeichen, Nachrichten, Umfragen, Wissensdatenbank und ein InfoLog (Forum-ähnlich). Dazu kommt ein gut ausgearbeitetes Gruppen- und Rechtemanagement. Zudem gibt es auch einige (wenige) seperate Module.
    Con: Etwas wirklich Negatives kann ich nach dem (kurzen) Test nicht finden. Entsprechend den Möglichkeiten ist allerdings anfangs recht viel Konfigurationsarbeit nötig. Außerdem sollte man vielleicht noch etwas am Layout arbeiten, andererseits habe ich nun auch nicht nach bereits vorhandenen Templates geguckt.
  • Moodle 1.7.1
    Selbstdarstellung: Moodle is a course management system (CMS) – a free, Open Source software package designed using sound pedagogical principles, to help educators create effective online learning communities.
    Pro: Moodle bietet eigentlich alles was das Herz begehrt, auch wegen der zahlreichen Zusatzmodule und Plugins. Unter allen angetesteten Lösungen ist Moodle wahrscheinlich diejenige mit der größen (Entwickler-) Community – dementsprechend auch vielleicht die ausgereifteste.
    Con: Persönlich habe ich Probleme mit der konzeptionell bedingten starken Geschlossenheit des Systems. Trotzdem bietet Moodle schon wirklich viel hinsichtlich einer Kommunikationsplattform. Die Navigation und die Einbindung bzw. Verknüpfung der einzelnen Module könnte aber sicher auch noch verbessert werden. Aufgefallen ist mir auch, dass hier keinerlei RSS-Funktion integriert zu sein scheint…
  • Drupal 5.1
    Selbstdarstellung: Drupal is a free software package that allows an individual or a community of users to easily publish, manage and organize a wide variety of content on a website.
    Pro: Drupal wirkt von allen Lösungen am aufgeräumtesten und bietet viele nützliche Module (Wiki, Blog, Forum, Bibliographie, Fileshare, Arbeistabläufe, Chatblock). Besonders schön dabei ist, das man mit dem Taxonomy-Modul modulübegreifende Kategorien (und Subkategorien) erstellen und nutzen kann, d.h. dass die Module nicht völlig isoliert voneinander sind. Außerdem kann man zusätzlich freies Tagging zulassen. Relativ zu den anderen Lösung geht die Konfiguration für Drupal selbst, wie für alle Module (viele Zusatzmodule verfügbar) sehr leicht von der Hand. Der integrierte Ansatz aller möglichen Tools wird hier meines Erachtens mit am besten vollzogen.
    Con: Ich glaub meine (Vor-) Eingenommenheit ist bereits recht offentsichtlich. Im Grunde ist Drupal schon out-of-the-box recht gut ausgestattet, runder wird es aber dann doch erst bei Einsatz einiger Zusatzmodule (insbesondere DHTML-Menüs um das nervige Laden bei jedem einzelnen Punkt des statischen Menüs hinter sich zu lassen). Das Handling (Usability) halte ich für ziemlich gut, andererseits ist das so ohne weiteres natürlich immer schwer objektiv zu beurteilen – vielleicht säßen dann beim produktiven Einsatz doch wieder viele mit der Frage da, warum denn die gute alte E-Mail nicht reicht 😉

Und nun?

Tja, das waren der Großteil der getesteten Tools – was sonst noch da war, landete sehr schnell in /dev/null. Spannend ist sicher auch Sloodle, ein Mash-Up aus Moodle und Second Life, aber das wäre wohl tatsächlich ein sehr (zu) großer Sprung. Sehr spannend auch OpenAcademic, ein Projekt zur Zusammenführung von Moodle, Drupal, MediaWiki und Elgg (da schließe ich mich dem „Sweet“ dieses Blogeintrags dazu an). Allerdings scheint dies doch eher schleppend zu verlaufen.

Aber obwohl Drupal auch allein mich schon sehr überzeugt hat, bleibt es bei solchen Dingen doch zweifelhaf, ob sie in der Praxis angenommen werden – da muss man sich ja nur an unserer oder anderen Bildungseinrichtungen umsehen und den „großen Enthusiasmus“ der Studenten bei den diversen (allerdings meist auch nicht besonders konsequent – d.h. obligatorisch statt freiwillig – eingesetzten) E-Learning-Plattformen betrachten.
Ein Projekt, wie es bei uns ansteht, hat aber den Vorteil, dass es eine große Gruppenaufgabe mit einem definierten Anfang und Ende (Ziel) ist, bei dem die Anforderungen an Kommunikation und Informationsaustausch im Allgemeinen erheblich über den Anspruch durchschnittlicher Seminare hinausgeht. Hier könnte der Nutzen eines solchen Systems erheblich schneller/leichter für den Einzelnen erkennbar sein. Trotzdem müssten natürlich alle die grundsätzliche Motivation mitbringen solche „neuen“ Formen des Informationsmanagements (immerhin Teil unserer Studienbezeichnung) anzuwenden – wäre doch aber bedauerlich, wenn hier die nächste Generation der Excel-Organisatoren mit „folder-based taxonomy“(klingt englisch einfach viel „advancter“) auf die Bibliotheken von morgen losgelassen würden 😉
Im übrigen ist es – davon bin ich überzeugt – auch nicht so, dass die meisten Studenten tatsächlich Probleme im Umgang mit Foren oder Portalen hätten (Wikis schon eher) – da kann man in Seminaren in Rechnerräumen (wenn man ganz hinten sitzt) ganz anderes beobachten, dann auch bei den eher technik-muffeligen…

Möglicherweise könnte man aber auch erst über kleinere „Feldversuche“ nachdenken, z.B. indem man nur ein Wiki/Forum/Blog nutzt und evtl. zusätzlich noch eine eigene Gruppe bei Connotea oder Co. zur Quellen-/Linkverwaltung nutzen würde. Bei so abgegrenzten Feldern würde ich jedoch eher wieder mit einer sehr geringen Beteiligung rechnen. Zudem ist es auch recht unbequem immer an vielen verschiedenen Stellen nach Neuigkeiten gucken zu müssen.

Wie auch immer man es angehen könnte, so ist doch letztlich alles besser als E-Mails (auch wenn mir vielleicht sicher viele gut organisierte Menschen da nicht ohne weiteres zustimmen würden – trotzdem lese ich ja gerne bei inetbib mit ;)). Ansonsten habe ich sicher auch nicht gegen die gute alte Verbalkommunikation (wie wär’s mit Skype-Konferenzen? :D), aber ein paar Stunden einmal in der Woche  lassen wenig Raum für Spontanität. Vielleicht also doch dem Mond auf die Frage, ob es nicht genug sei, antworten: „Mehr, mehr!“ und heftig ins Segel blasen.

Ok, das soll auch erst mal zur Sortierung der Gedanken genügen. Langsam schleichen sich auch schon wieder viel zu viele Smileys ein… 😉

Feb 172007
 

Part I

Vor einem Weilchen habe ich mir einen 2GB-USB-Stick gekauft. Der Plan war, dass dort ja alle meine kleinen portablen Programme Platz finden sollten und noch viel Luft für sonstige Dateien bliebe. Umso verwundertert dann, als der Platz erheblich früher ausgereizt war (sein sollte). Die Lösung: Clustersize. Aus welchem Grund auch immer, kommen USB-Sticks meist mit FAT16 formatiert in die Hände des Kunden. Wieso das ein Problem ist erklärt der Artikel File systems 101: FAT schön:

Every FAT-based disk is broken down into a number of clusters, each containing a number of 512-byte disk sectors. Most file systems do not deal directly with the disk sectors, as this would require significant overhead. Instead, sectors are grouped into clusters, which can be anywhere from 2,048 bytes in size to 32,768 bytes in size (4 to 64 clusters). As disks grow larger, the cluster size increases, and, thus, the more disk sectors that are used per cluster. Cluster size directly impacts the maximum size of a disk. For example, if you take a 512-MB disk using FAT16, which can have only a maximum of 65,536 clusters, you are required to use a cluster size of at least 8K (524,288,000 bytes / 65,536 clusters = 8K cluster size). Another example (FAT16: 1 GB disk – 1,048,576,000 bytes / 65,536 clusters = 16K cluster size).
[…]
Cluster waste
(Often called „slack“) A file is stored using clusters, not using the size of a disk sector. So, suppose you have a disk that is broken up into 32 KB clusters and you save a file that is 33 KB in size. This file will require two full clusters, or a total of 64 KB of disk space, resulting in 31 KB of wasted space, or slack.

Also wird bei einem 2GB-Stick mit Fat16 ziemlich was „verbraten“, gerade weil bei mir dann auch sehr, sehr viele kleine Dateien darunter sind. Also der einfach Tipp: Im Arbeitsplatz auf den USB-Stick (Laufwerk) rechtsklicken und Formatieren wählen. FAT32 wird automatisch vorgeschlagen. Wer besonders experimentierfreudig ist, der kann auch unter der Kommandozeile (Start > Ausführen > cmd) mit dem Befehl format die Clustersizes genauer justieren (format /? für die Optionen).

Part 2

Eine andere Sache, die mir noch zu USB-Sticks einfällt, ist das nervige Entfernen des Sticks über Hardware sicher entfernen. Ich finde leider den Artikel nicht mehr, in welchem beschrieben wurde, warum das im Grunde nicht nötig ist (bei Windows XP mit SP2), aber der Ansatz war folgender: Es ist möglich, dass für Wechsellaufwerke der Cache aktiviert wird, d.h. alles geht etwas schneller. Standarmäßig ist dies bei XP allerdings deaktivert, d.h. Dateien werden sofort auf den Stick geschrieben. Wenn man also alles gespeichert und geschlossen hat, dann kann man auch ohne die x nervigen Klicks getrost den Stick ziehen – geht man die Schritte, dann wird man natürlich mit der bekannten aufschlusreichen Meldung darauf hingewiesen, dass man noch etwas offen hat.

Wer den Cache übrigens bei sich aktivieren kann, der kann dies im Gerätemanager für das Laufwerk aktivieren (es muss also eingestöpselt sein). Der Weg ist dann:

[Windows-Taste + Pause] > Hardware > Gerätemanager > Laufwerke > deinUsbLaufwerk > [Alt + Enter] > Richtlinien > Für Leistung optimieren

Da steht übrigens auch, dass man dann Hardware sicher entfernen nutzen soll.

Part 3

Dies wird man wohl immer nur an seinem eigenen Rechner tun und dort erhält der Stick in der Regel den gleichen Laufwerksbuchstaben. Also kann man sich z.b. deveject holen (z.B. bei JSI) und die Datei in den Windows-Ordner packen (dann muss man keine Path-Variable anpassen/anlegen). Auf den Desktop noch eine Batchdate, z.B. usbEject.bat, anlegen (neue Textdatei und einfach txt auf bat ändern). Dann noch die Zeile deveject -EjectDrive:“K:“ hinein, speichern und nun geht das Auswerfen etwas fixer.

Hmm, ob das irgendwen interessiert, der jemals diesen Blog lesen könnte? 😀

Feb 122007
 

OpenCollab ist ein OpenSource-Projektmanagementsystem. Das macht einen wirklich guten Ersteindruck.

„activeCollab is an easy to use, web based, open source collaboration and project management tool. Set up an environment where you, your team and your clients can collaborate on active projects using a set of simple, functional tools. 100% free!“

Installieren muss man es auf seinem eigenen Webserver, aber das geht in einer Minute von der Hand. Wer es schnell mal testen will, der sei auf die Installationsanleitung für den Uniformserver (wirklich geniale USB-fähige Version eines Apache-/PHP/MySQL-Servers mit PHPMyAdmin, Perl etc., welche ich seit langer Zeit für solche Dinge einsetze) verwiesen.

Edit: Wo ich gerade noch durch die Kommentare dort scrolle, fällt mir ein Problem ein, dass ich zu Beginn mit PHPMyAdmin unter dem Uniformserver hatte: Die deutschen Sprachdateien (sollte man Deutsch wollen) fehlen und entsprechend wird ein Fehler produziert. Die Sprachdateien gibt es hier (direkt: german-iso-8859-15.inc.php; german-utf-8.inc.php). Die Dateien müssen nach x:\uniformserver\diskw\home\admin\www\phpMyAdmin\lang

Feb 122007
 

Jane Hart („Learning & Performance Technologist“) hat mit ihrer Directory of Free E-Learning Tools eine sehr interessante Übersicht über freie E-Learning Tools aufgebaut. Schön finde ich auch ihre Übersicht Choosing and Using Free E-Learning Tools, bei der (recht) übersichtlich dargestellt wird, wann was sinnvoll eingesetzt wird (Word, Wikis, Blogs, Foren, Podcasts…). Da kann man viel interessantes finden…

Rein auf Web 2-nullige Anwendungen ist die Best Web 2.0 Software of 2006-Übersicht von Dion Hinchcliffe auch schön (Verweise darauf gab’s aber schon in diversen Blogs).

So, ich werd jetzt mal ein wenig das Soho Office (und all die anderen schönen Sachen dort) testen – soweit ist der Writer schon ziemlich beeindruckend. Mal sehen, ob ich rausfinde, wie man da nun ein Inhaltsverzeichnis generieren läßt…

Feb 102007
 

Das Thema ist zwar reichlich Off-Topic, aber gerade in den letzten Tagen hat sich gezeigt, dass das (richtige) Formatieren von Word-Dokumenten eine Kunst für sich ist.

Ich würde mich dabei mal unter fortgeschritten einordenen, gerade wenn ich die „Hilflosigkeit“ einiger beim Erstellen von Inhaltsverzeichnissen oder ähnlicher Dinge beobachte. Ich bewundere zwar die Geduld, die für die händische Erstellung solcher Verzeichnisse aufgebracht wird, aber es könnte soviel einfacher sein, wenn man einmal die Zeit für solch eine Arbeit in das Drücken von F1 (eine erheblich zu wenig beachtete Taste unter Windows/Programmen allgemein) und in das Lesen der entsprechenden Hilfe investieren würde. Zugegeben: Die meisten fragen bei diesem Hinweis erst mal erstaunt: „Ach, das geht [überhaupt]?“.

Die (nicht unbedingt beste) 3-Schritt-Anwort würde lauten:

  1. Markiere deine Überschrift
  2. Wähle im Menü neben der Schriftartenwahl Überschrift 1 bis x (entsprechender des logischen Aufbaus deines Dokumentes)
  3. Wenn du nun an einer beliebigen Stelle deines Dokumtes (Vorzugsweise irgendwo nach deinem Titeblatt) das Menü Einfügen > Referenz > Index und Verzeichnisse wählst, dann hast du quasi bereits dein Inhaltsverzeichnis.

Im besten Falle sollte man sich die Struktur seines Dokumentes natürlich vorher überlegen, aber auch wenn man es eher „dynamisch“ erstellt (wie ich gerne), kann gerade ein solches automatisches Verzeichnis logische Brüche in der Struktur schnell „visualisieren“.

Tatsächlich kann das Erstellen eines Worddokumentes in ziemliche Arbeit ausarten, schon nur dabei angefangen, dass man Unterschiedliche Kopfzeilen für Abschnitt haben will. Für ein so reichlich teures Programm kann Word da schon recht „fummelig“ werden, aber im Grunde geht es nach kurzer Einarbeitung alles recht gut von der Hand.

Kleine Randbemerkung an dieser Stelle: OpenOffice (OpenWrite) ist meines Erachtens mittlerweile ziemlich gut geworden. Einiges ist besser als bei Winword (allgemein der, häufig kontextsensitive, Zugang zu einzelnen Funktionen und insbesondere der Navigator für die einzelnen Elemente eines Dokumentes [Tabellen, Abschnitte, Überschrifte…]), weniges vermisst man wirklich. Einzig ungünstig ist, dass beim öffnenen komplexer formatierter Word-Dokumente manchmal Seitenumbrüche nicht ganz beibehalten werden – soweit ich das feststellen konnte. Prinzipiell funktioniert es aber genauso wie Word.

Zurück zum eigentlichen Thema. Andere extreme Unschönheiten sind u.a. auch das „Zurecht-tabben“ von Einschüben oder ganze Zeilen als Absätze zu nutzen (statt den Absatzabstand zentral zu formatieren). Manchmal wird bei langen Texten auch der Flattersatz beibhalten, statt auf Blocksatz umzustellen, wobei ich mich ehrlich frage, warum der überhaupt als Standard gesetzt ist – zu 90% ist ein Blocksatz doch sehr viel angenehmer (auch wenn Word bei der Formatierung nicht gerade ein DTP-Spezialist ist). Wenn man dann langsam pingelig wird, dann kann man noch „nörgeln“, dass doch für Ausdrücke nicht immer Arial, sondern eine Serifenschrift (Wikipedia oder Matthes dazu) genutzt werden sollte. Allerdings lehn ich mich dann auch weit aus dem Fenster, aber in die Richtung habe ich ja viele andere Experten wie z.B. Frau Hanschmann und Herrn Weier vom TUB-Praktikum (oder auch meinen Bruder) 🙂

Fazit ist also, dass Word (Formatierung) – zumindest beinah – eine Kunst sein kann, aber letzlich dient sie ja auch der logischen Strukturierung eines Dokuments. Im Grunde macht man sich damit nur selber das Leben einfacher und vielleicht gefällt es schließlich dem Leser auch besser.

Für Word gibt es ein gutes Tutorial von Rosa Fugmann. Ich denke insbesondere Lektion 9 – Formatieren eines Textes, 13 – Kopf- und Fußzeile, 27 – Manueller Umbruch über Menü Einfügen und 39 – Inhaltsverzeichnis anlegen (ah, mit Alt+1-0 geht das auch) sind recht nützlich.

Sehr gut gefällt mir auch Wissenswertes zur Diplomarbeit und Textverarbeitung mit Word 2000 [2003] von Holger Matthes.

Und dann gibt es noch die umfangreiche MS Word FAQ. Persönlich besonders interessant fand ich: Diplomarbeit unter MS Word: So packen Sie es (an), Erstellung eines Literaturverzeichnisses in MS Word, Professionellere MS Word-Dokumente Dank Abschnittswechseln, Wie kann ich meine Formatvorlagen übersichtlich organisieren?, Wie kann ich eine Fussnotenzahl mehrfach vergeben? (ah!).

Bezüglich des Studiums fällt mir abschließend dazu noch ein: Wir haben 2 x ASP (Arbeits-, Studien- und Präsentationstechniken) gehabt – Grundstudium und Hauptstudium – aber dies war bei allen behandelten „forgeschrittenen“ Präsentationstechniken niemals ein Thema. Dabei wären dies, scheint mir, sogar ziemlich Essentials.

Sep 212006
 

Zu dem letzten Eintrag föllt mir noch ein, dass uns als XML-Editor XMLSpy® 2006 Home Edition von Altova empfohlen wurde. Im Vergleich zu den wesentlich umfangreicheren Professional- und Enterprise-Editions, bieten sich aber vielleicht auch Alternativen an, bei denen man sich zudem nicht registrieren muss (sicher, man kann falsch Informationen angeben, aber…).

Eine sehr gute und vollwertige (für die Belange des Seminars allemal) Freeware-Alternative, obwohl nicht gerade der erste oder häufigste Google-Teffer, ist meiner Meinung nach XMLPad v.2.2 von WMHelp. Das Programm hat eine übersichtliche Oberfläche und bietet auch angenehme Features wie die automatische Generierung von DTDs oder Schemes, Tag-Completion, Validation, Transformations (zu HTML) und noch einiges mehr. Well-formedness wird praktischer Weise gleich permanent während der Eingabe geprüft und Fehler werden hervorgehoben – sehr fein für Anfänger. 😉
Bleibt nur zu hoffen, dass es Freeware bleibt.

Da ich selber ein großer Fan von Software, welche nicht installiert werden muss, bin, insbesondere weil ich dann „meine“ Programme überall schnell einsetzen kann, suche ich vor allem zunächst nach entsprechenden Freeware-Tools. Eine wirklich überzeugenden XML-Editor habe ich da leider nicht gefunden, aber MoreMotion XML Editor 2 (mmEd) bietet immerhin einige Grundfunktionen wie Syntax-Highlighting und Prüfung auf Wohlgeformtheit. Das Programm besteht nur aus einer ausführbaren Datei. Für „mal so eben ein bischen“, möglicherweise auch für den Umfang des Seminars ausreichend, nicht so schlecht.

Alternativ für die flexible Nutzung ist auch Notepad++ nicht schlecht. Allerdings ist die XML-Unterstützung (neben dem, ohnehin für viele Formate vorhandenem, Highlighting) erst über ein Plugin möglich, dann aber ebenfalls nicht umfangreicher als bei mmEd und zudem etwas unhandlicher zu nutzen. Dafür hat man aber einen insgesamt umfangreichen Editor. Ein wirklich guter portabler Freeware-Editor, leider ohne besondere XML-Unterstützung (außer Highlighting), ist übrigen auch PSPad – ist mir doch auch noch eine persönliche Empfehlung wer.