Apr 152008
 

Nach einem Jahr, sieben Monaten und dreizehn Tagen ist dieser („dieses“ – sorry Edlef ;-)) Blog immer noch irgendwie am Leben. Sei Juli oder beinah eher Mai 2007 jedoch eher vegetierend. Somit hab ich natürlich auch das obligatorische Resümee zum ersten Geburtstag verpasst. Also wäre dies wohl mal nachzuholen…

Was war bloß wichtiger als dieser dieses Blog?

Projekt Chat4You

Nun, etwa als es hier richtig mau wurde, begann das Projektsemester (6. Semester). Ich hatte mich für das Projekt Chat4You entschieden, bei dem es um die Programmierung und das Training eines Chatbots für das Jugendlexikon LookedUp4You.de gehen sollte. Das Lexikon war bereits über ein früheres Projekt als Ergänzung zu checked4you.de – das Online-Jugendmagazin der Verbraucherzentrale NRW – entstanden. Da hätte es eigentlich unheimlich viel (aus meiner Sicht) spannendes zu bloggen gegeben, aber die Schreibzeit floß dann in das Moodle-Forum zum Projekt (mit dem Effekt hinterher als totaler Forumsjunkie zu gelten). Die restliche Zeit ging dann ohne weiteres für die eigentlichen Aufgaben drauf, da das Projekt mit gerade drei IT-lern nicht gerade üppig besetzt war und zudem (möglicherweise) die Aufgabenteilung etwas ungünstig war – einer beschäftigte sich mit dem Backend, einer mit dem Design unseres Avatars und ich habe mehr oder weniger das Frontend (nicht das Design!) und die Botanpassung übernommen.

Schon allein die Inkonsistenzen und Designschwächen der Datenbank und der zugrunde liegenden Datei(-organisation) des Lexikons und ein reines Redesign der Optik hätten eigentlich schon ein Semester füllen können. Zumal wenn man stark abweichende Grundmotivationen und Kenntnisse der Teilnehmer einbezogen hötte – lassen wir das Thema lieber. Irgendwie hat an dieser Fachhochschule ja alles von vornherein einen Proof-of-Concept-Charakter, d.h. dann konkret, dass man von vornherein sagt „Wenn am Ende nichts dabei rauskommt, auch nicht schlimm“.

Nun, das Design find ich zwar immer noch augenfeindlich, aber immerhin hat das Lexikon jetzt eine einigermassen cleane Datenbanstruktur, eine (soweit es möglich war) ordentliche logische Verzeichnisstruktur und Gimmicks wie eine „Artikel-Cloud“, „SEO-taugliche“ URLs und eine Breadcrumbnavigation. Und das wichtigste: einen Chatbot, der zugleich eine Suchfunktion in sich vereint. Die Suche mit relevanten Ergebnissen ist dabei eigentlich auch der größere Trick, denn die Funktionsweise eines durchschnittlichen Chatbots ist eigentlich nur (relativ simples) Pattern Matching, bei der die Wissensbasis die entscheidende Rolle spielt, die wiederum „manuell/intellektuell“ erstellt werden muss und dabei eigentlich nicht mehr tut als Gesprächssituationen (möglichst intelligent) vorwegzunehmen. Als Grundlage diente für das Projekt übrigens das auf PHP/MySQL basierende Script ProgrammE, ein Intepreter für AIML (Artificial Markup Language) wozu es auf alicebot.org reichlich weitere Informationen gibt. Prinzipiell nutzen übrigens auch Stabi-Stella, Höb-Ina und TU-Dortmund-ASKademicus AIML (gut zmdst. bei ersteren beiden etwas angereichert mit Matching über Regular Expressions). Zumindest behaupte ich, dass es nur unter einem anderen Label („exklusive Technik“) verkauft wird
– wobei man natürlich zugestehen muss, dass Support und eine einigermassen ordentliche Verwaltung der Wissensbasis auch ein Mehrwert sind. Gerade letzteres fehlt unserem Projekt, d.h. bis zu einem gewissen Grad kann man aber durchaus mit einem ordnentlichen XML-Editor oder insbesondere dem derzeit noch kostenlosen (aber nicht ganz ausgereiftem) GaitoBot AIML Editor eine ordentliche Wissensbasis managen. Obwohl sich das entsprechende Team unseres Projektes da ziemlich reingekniet hat, kann unsere „Polly“ in ihren Dialogen natürlich nicht so glänzen wie Stella, die aber auch über Jahre gelernt hat und sogar extern gecoached wurde.

Na, man sieht jedenfalls, dass es noch sehr viel mehr zu sagen gegeben hätte. Eigentlich wollte ich das jetzt hier auch jetzt nicht nachholen, bin aber schon auf dem besten Weg. Am meisten ärgert mich eigentlich auch, dass ich mich nicht aufgerafft habe und die Änderungen an ProgrammE (soweit mit meinen beschränkten Kenntnissen möglich gewesen, nun objektorientiert in Klassen formulierter und insgesamt besser nachzuvollziehender Code) wieder irgendwie beim Originalprojekt auf Sourceforge einzubringen. Ist aber auch so fummelig mit der GPL/GNU-Lizenz. Rechte sind so eine Sache, weswegen ich nicht mal die vollständige Dokumentation hier reinstellen kann, da sie den modifizierten Quellcode von ProgrammE und eine leicht angepasste AIML-Dokumentation enthält. Was eindeutig auf meinen Mist gewachsen ist gäbe es hier: 2007-08-15-technische-dokumentation-zeumer.zip. Es wird drauf eingegangen, wie das mit der Suche funktioniert und einige Links und Literaturquellen zum Thema Chatbot sind auch noch enthalten. Na, wohl auch nicht gerade interessant für die Mehrheit… 😉

Nunja, tot ist das Thema Chatbot jedenfalls nicht. Es gab noch ein Folgeseminar, in dem die Wissensbasis ausgebaut werden sollte (keine Ahnung was darauf geworden ist) und dieses Jahr bietet Anne Christensen („Stellas Mama“) das Seminar „Informationsdienstleistungen“ an, bei dem auch Chatbots ein Thema sind. Mein persönliches Fazit zu Chatbots ist jedoch, dass zwar mit relativ einfachen Regeln recht viel zu erreichen ist, jedoch davor noch ein unheimlicher „intellektueller“ Aufwand für die Schaffung einer angepassten (an den Einsatzzweck) Wissenbasis betrieben werden muss, der vermutlich kaum in Relation zum wirklichen Nutzen liegt. Letzlich würde ich immer mehr Gewicht auf eine ausgefeilte Suche legen, wobei diese durchaus mit umgangssprachlichen, ggf. in Halbsätzen formulierten, Anfragen umgehen können sollte. Im Grunde leistet Google und jede andere drittklassige Suchmaschine das auch (wenn ich mir ansehe mit welchen Anfragen die Leute hier auf dem Blog landen) und auch Karl Klammer (der interaktive Helfer bei Winword) macht eigentlich nichts anderes. Komischerweise haben sich die meisten Leute von Letzterem genervt gefühlt, obwohl ich vermuten würde, dass er bei objektiver Betrachtung sogar ziemlich gut seinen Dienst verrichtet. Ich glaube eine Suche mit „echten“ Konversationsfähigkeiten ist ein leichter Overkill. Auch als „Helpdesk-Ersatz“ für die Nutzung von Webseiten oder auch ganz speziell OPACs würde ich eher in Richtung intelligenter interaktiver Hilfen und gut erreichbarer/verständlicher FAQs tendieren. Kurz gesagt: Mir scheint die Aufwands/Nutzen-Relation nicht zu stimmen. Trotzdem mag in Chatbots noch ein gewisses Potential liegen – frei nach dem Motto „sag niemal nie“.

So, das reicht wirklich nun zum ersten Blogvernachlässigungspunkt.

Das siebte Semester und ein Tutorium

Nachdem ich nun im Projektsemester als „aktiver bis hilfreicher Forumsnutzer“ eingeschätzt wurde (oder so ähnlich), wurde mir ein Tutorium für das Seminar „Web 2.0 und Rich Internet Applications mit PHP/MySQL“ angeboten. Hab ich einfach mal angenommen. Das interessante dabei war, dass es daneben noch ein zweites Seminar „Zukunft des Peer Review? Vom elektronischen Zeitschriftenmarkt zu Open Access“ gab, wobei beide Seminare gemeinschaftlich prüfen sollten, wie und unter welchen Bedingungen man eine Website mit Open Access Content nach dem Vorbild von Philica auf dem deutschen Markt placieren könnte. Genaugenommen lag die Konzeption im Aufgabenbereich des Peer Review-Seminar und die technische Umsetzung sollte in „meinem“ Seminar stattfinden.

Hinzu kam, dass beide Seminare durch die Körber-Stiftung gefördert wurden, die darüber das sogenannte „Forschende Lernen“ als Lehr- bzw. Lernmethode evaluieren wollte. Im Wesentlichen beudeutet dies, dass die Studierenden die Inhalte, die Organisation und die Umsetzung weitestgehend selbständig erarbeiten sollten. Das wäre durchaus ein krasser Gegensatz zur ansonsten häufig angewandten „Referatsdidaktik“. Da nur die Zeit eines reguläre Seminars vor Ort verfügbar war, sollte die Kommunikation zu einem guten Teil innerhalb der gebildeten Teams und über entsprechend eingerichtete Moodle-Foren stattfinden. Die Beteiligung an letzteren (wie übrigens auch beim Projekt schon) war aber nicht unbedingt euphorieauslösend. Ganz objektiv muss man auch eingestehen, dass der Zeitaufwand relativ zu „herkömmlichen“ Seminaren sicher ein gutes Stückchen höher lag und (ebenfalls wie im Projekt) liefen Vorkenntnisse und Motivation der einzelnen Teilnehmer sicher auch weit auseinander. Das ist einfach immer ein arges Problem, wenn die Seminare so wenig aufeinander aufbauen, wie es im Studium (ich behaupte mal nicht, das das nur für diesen Studiengang gilt) der Fall ist.

Das größere Problem – aus meiner ganz subjektiven Sicht – war jedoch, dass das Thema des Seminars (Open Access/Peer Review) schließlich in den Hintergrund zur Methodik (Forschendes Lernen) rückte bzw. sogar eher die Methodik thematisiert wurde. Klingt kompliziert? Fiel mir auch schwer nachzuvollziehen. Letzlich lief es darauf hinaus, dass sich drei Gruppen mit „State of the Art“ bezüglich Open Access-Angeboten in Deutschland/Hamburg und nochirgendwie-so beschäftigten, das komplizierte Theme Recht jedoch noch einer bereits kleinen Gruppe „untergeschoben“ wurde (ich glaub deren Thema war eigentlich PR). Nun, ich war nicht Teilnehmer und nicht mal Tutor in diesem Seminar (wobei die Tutorin dort aber sehr gute Arbeit geleistet hat), weswegen ich eigentlich wohl besser gar nichts großartiges dazu sagen sollte. Zumindest kann ich aber sagen, dass meine Vorüberlegungen, warum ich dieses thematisch eigentlich interessante Seminar (also Peer Review etc.) nicht gewählt habe, richtig waren :mrgreen: .

Nun, die Seminare hatten nur ein gemeinsames Treffen, es gab relativ wenig Austausch untereinander und so lief es dann vor sich hin. Trotz aller Kritik muss ich sagen, dass es mir persönlich Spaß gemacht hat, insbesondere da ich mal nicht aus der Studentenperspektive heraus an einem Seminar teilgenommen habe. Meinen „Forumsfreak“-Titel habe ich mir wohl auch erhalten, insbesondere nachdem ich dann auch bei dem „anderen“ Seminar einfach mitkommentiert habe und dort auch eingeforderte Feedbacks gegeben habe, die sonst keiner geben wollte  🙄 . Ansonsten gab es natürlich Ergebnisse der Seminare, jedoch nichts was hinter die verschlossenen Türen treten wird.

Das Ergebnis der von der Körberstiftung ausgegebenen Evaluationsbögen war auch nicht gerade berauschend. Im Schnitt würden die „Peer Review“ler eine 2,6 und die „Techniker“ eine 3,3 jeweils für ihr Seminar vergeben. Von den Technikern würden weniger als 1/3 nochmal ein solches Seminar besuchen, bei den Reviewlern jedoch fast 2/3. Ich gestehe, dass mich das gewundert hat, aber vielleicht liegt es daran, dass sie dem Statistik-Seppel die Auswertung der Bögen überantwortet haben (das war ich). Noch eigenartiger ist, dass sich das Verhältnis bei der Frage umdreht, ob man sich durch die Lehrenden fachlich (inhaltlich) unterstützt gesehen hat. Insofern das meine „ausgeschriebene“ Aufgabe war, habe ich damit wenigstens kein so schlechtes Gewissen. Allerdings fand ich es wiederum schade, dass der überwiegende Teil in meinem Seminar eine Rückmeldung zur Qualität vermisste. Da weiß ich auch nicht mehr, was man noch sagen soll außer „Schickt mir die Zugangsdaten zu euren Entwicklunsgservern und schreibt Fragen ins Forum, per Mail oder noch direkter bei ICQ/MSN“. Genau einer hat mir Fragen per Mail geschickt und im Forum hab/hätte ich eh alles beantwortet… Trotzdem kann ich die Kritik grundsätzlich nachvollziehen – hat mich selber oft genug im Studium genervt, dass man eine Note, aber keine differenzierte Begründung erhält. Aber am Ende kann man es erwarten, zwischendurch sollte man es wohl selber einfordern.

Na, wie auch immer. War jedenfalls interessant und ich hab selber noch einiges gelernt. Und wenn ich mein eigenes Open Access Journal starten will, dann weiß ich jetzt auch wo ich ein mit Open Journal Systems ziemlich geniales und freies Stück Software herbekomme (womit man sich ggf. solche Projekte sparen könnte – wenn es nicht nur ums Lernen selber gehen sollte) 😉 .

Orientierungspraktikum im letzten Semester

Nun, eigentlich soll man zwei Orientierungspraktika im Grundstudium machen: einmal WB und einmal ÖB. Letzteres bin ich irgendwie immer schuldig geblieben, aber seit März ist auch das geschafft. Neben der Erstellung eines Raumplans, hab ich vor allem viel Zeit an der Information, mit dem Raussuchen von Blockthemen und auf Arbeitskreis- und Regionalsitzungen verbracht. Eigentlich war ich nur auf einer Arbeitskreissitzung, der des AK Kinderbibliotheken, aber das war schon recht spannend. Wobei sich spannend eher auf die schiere Masse an Angeboten bezieht, denn bei all den Themen in kurzer Zeit konnte ich kaum folgen (außer als es um Buchstart ging, womit ich mich früher schon beschäftigt habe). Ich glaube, ich kann behaupten, dass die HÖB wirklich ein gutes Angebot für Kinder und Jugendliche oder auch Familien allgemein aufgebaut hat. Ich muss gestehen, dass ich baff war, als in meiner Zweigstelle fast jeden zweiten Tag eine Klassenführung war. Zu meiner Schulzeit gab es sowas nicht (kaum überhaupt?), ganz davon zu schweigen, dass über Bibliotheken zu beziehende Literatur je eine große Rolle im Unterricht gespielt hätte (bei uns gabs nur Kopien auf Umweltpapier). Die Führungen können auch durchaus sehr witzig sein – ich glaub irgendwann muss ich doch mal die Wilden Fußballkerle lesen um herauszufinden in welchen Jungen aus Band 2 (musste der sein) sich Mädchen in zweiten Klasse verknallen („Ich bin nämlich in den verknallt“) :mrgreen: .

Im Gegensatz zu meinen WB-Praktika emfpand ich die Zeit an der Information ohenhin als sehr „sociable“. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir die Dame, die ein Buch über Leni Riefenstahl haben wollte und dann irgendwann sagte „Seit ich ihre formidable Bibliothek für mich entdeckt habe, ist mir nicht mehr langweilig. Das kommt ja sonst schon mal vor, wenn man 91 ist.“ (jedenfalls so ähnlich).  Langweilig wird einem an der Information jedenfalls nicht – andererseits müssen die Leute auch fragen, denn der Weg vom Katalog zum Regal kann schon mal irritierend sein.

Die zwei Regionalsitzungen an denen ich teilgenommen habe, fand ich auch ganz interessant, allerdings eher im Rahmen eines „Eindrucks“, als das es da viel zu zu sagen gäbe. Ganz interessant bis unterhaltsam war auch das Treffen in der Jugendbibliothek in Altona, wo es darum ging, wer, wann und was an Konsolenspielen (insbesondere WII) bei sich anbieten sollte – auch mit Testmöglichkeiten. Von Konsolen hab ich mich bisher ja immer fern gehalten, aber die WII ist schon tatsächlich ziemlich unterhaltsam. Ob Spiele nun wirklich in den Bestand einer Bibliothek gehören, halte ich trotzdem für fraglich. Hörbücher, ja keine Frage: schon allein wegen der „nicht-lesen-könnenden“ (z.B. Blinden) Zielgruppen. Filme… auch noch, solange sie den Gesamtetat nicht übermäßig negativ beeinflussen und man nicht gleich in Konkurrenz zur Videothek tritt. Naja, das wäre nochmal ein ganz anderes Thema…

Alles in allem war es jedenfalls interessant und hat mich tatsächlich noch etwas orientiert. Auch muss ich sagen, dass ich sehr nett aufgenommen wurde von den „Kollegen“ und es wirklich klasse fand, dass sie mich zu den „Mittwochssitzungen“ mitgenommen haben.

Ein bissel Initiativbewerben und dann bald mal diplomen (tun)

Vor einer ganzen Weile gab es eine Stellenausschreibung des HIBS (Hochschulinformations- und Bibliotheksservice) – praktischerweise in der HAW. Da ein Abschluss gefordert war (nicht ganz unüblich) habe ich die Ausschreibung zunächst ignoriert, mich dann aber doch beworben, da mir das Professor Geeb mir das nahe legte, es trotzdem doch mal zu probieren. Genialer Weise hat er mir auch ein Gutachten erstellt und auch Herr Wendt (der Ansprechpartner der Ausschreibung) war da ganz positiv eingestellt. Eine Stelle, in deren Rahmen man noch eine Diplomarbeit schreiben könnte, wäre natürlich genial gewesen. Nicht ganz unerwartet war der zwangsweise fehlende Abschluss aber ein KO-Kriterium bei den Entscheidungsträgern. Nachdem ich eines halbfreien Nachmittags über die Flure des 10. Stocks in der HAW schlich, traf ich Herrn Wendt zufällig und er teilte mir das mit (mittlerweile ist auch ein offizieller Brief angekommen). Das interessante war, dass er trotzdem noch Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit im Rahmen einer Diplomarbeit sah. Nun, was dabei rauskommt. müsste sich diese Woche klären…

Ansonsten wird es sehr spannend, denn langsam wird es zeitlich spannend, da das Semester nicht mehr so lange ist. Tja, eigentlich gibt es soviel spannende Themen und einige werden einem auch beinah direkt zugespielt, nachdem man seine Interessen mal kundgetan hat, aber was ist wirklich interessant. Vor einem Jahr war es tatsächlich noch ein spannendes Thema, mal zu untersuchen wie sich Open Access (-Angebote) in den letzten Jahren entwickelt haben, aber mittlerweile ist da schon dermaßen viel zu publiziert, dass sich da ohne weiteres auch keine spannenden Erkenntnisse mehr gewinnen lassen. Was noch? Ein Angebot entwickeln wie es in meinem „tutorierten“ Seminar nicht ganz gelungen ist? Naja… Eine Qualitäts- oder Usability-Untersuchung von z.B. Suchmaschinen oder OPACs? Hmm… Evaluation oder Entwicklung eines „out-of-the-box“-OPACs für Schulbibliotheken? Könnte sogar interessant sein, scheint mir aber irgendwie zu simpel…

Nunja, wenn die nächsten Monate hier wieder tote Hose ist, dann weiß man jetzt wenigstens warum 😉

Und was ist das Blog-Resümee?

Achja… Nun, wenn ich ganz weit zurückblicke, dann hat mich netbib-Edlef Stabenau während meines Praktikums an der TUB-Harburg auf den Trichter gebracht. Statt klein anzufangen, musste ich damals ja aber unbedingt die Joomla-Variante mit integriertem WordPress nehmen, da ich dann ja auch ein Forum, eine Wiki und all den anderen tollen Schnick-Schnack hätte. Nachdem sich das doch als unpraktisch erwies, musste es dann in JavaScript erstickendes Ajax-Template sein, damit auch alle (an einer Hand abzählbaren Besucher) all die tollen Vorteile genießen könnten.

Nun, mittlerweile steht WordPress alleine (obwohl es immer noch die aus Joomla herausgezogene Version ist), ist beinah wieder Web 1.0-ig und füllt sich eher gemächlich. Das Problem ist, dass es doch relativ viel Zeit kostet. Es gab über die Monate eine ganze Menge Dinge, zu denen ich etwas schreiben wollte, aber dann die Zeit, manches mal auch die Motivation, fehlte.  Außerdem wollte/will ich „Link-Dreizeiler“ vermeiden, die weder mich (nach ein paar Tagen) noch andere wirklich interessieren. Wobei ersteres entscheidender ist, da die meisten Einträge hier eher eine Nachschlagefunktion für mich erfüllen. Andererseits ist es natürlich schon spannend, wenn zu etwas Input von außen kommt. Andererseits sind das Momente, wo ich mir die Einträge nochmal angucke und mich ob all der schrägen Formulierungen, (vermeidbaren) Rechtschreibfehler und (ich-lern’s-nicht-mehr) Zeichensetzungsfehler ärgere. Dann denk ich mir wiederum, dass ich bei so einem besserem Notepad keine Ansprüche erfüllen muss (will), aber trotzdem… 😉

Ansonsten ärgert mich, dass ich immer noch keine ordentlichen Kategorien erstellt habe und die Tags in aller Regel recht willenslos gewählt sind. Seit dem (einem der) letzten Update sind auch gleich ein paar Tags flöten gegangen. Das hängt natürlich damit zusammen, dass ich einen unheimlichen Spieltrieb habe, wenn es um das ausprobieren von Plugins geht und entsprechend sich gerne mal größere Probleme einstellen. Andererseits hab ich aber auch den Eindruck, dass die Entwicklung von WordPress sehr schleppend verläuft und erst langsam sinnvolle Funktionen direkt integriert werden, statt über tausende Plugins auf Umwegen realisiert zu werden. Mit der 2.5er Version hat sich aber dann doch einiges getan.

Tja, soviel mehr hab ich dazu auch nicht zu sagen. Es ist jedenfalls unwahrscheinlich, dass die Beitragsquote sich in näherer Zukunft erheblich steigern wird, aber man weiß ja nie. Ansonsten zähl ich mich eher zu den fleißigen Rezipienten des Planet Biblioblog mit all den viel emsigen Schreibern. 🙂

Ok, das war der zweite (und sicher letzte) Beitrag des Tages, der eigentlich völlig uninteressant für andere ist.

  2 Antworten zu “Ein Jahr ging ins Land, es geht voran”

Kommentare (2)
  1.  

    Äääh, ich bin’s nochmal (ich komme mir grad vor wie Columbo):
    Guck mal, jetzt funzt es auch im FF.
    Bist Du noch am Basteln?
    Wahscheinlich war ich einfach wieder zu doof.
     

  2.  

    Aha – mit dem IE geht’s. Wieso beim Feuerfuchs nich?
    *kopfkratz*
    Egal – eigentlich wollte ich lediglich kommentieren, dass ich über diesen Jahresrückblick sehr erfreut war – so bleibe ich doch andeutungsweise auf dem Laufenden, gell…. 😉
    So, für irgendwelche qualitativ hochwertigen Beiträge meinerseits ist jetzt sowieso keine Zeit mehr, die Pflicht ruft (immer dieser gebieterische Ton…) –
    mit einem herzlichen Holldrio grüßt
    der Bär

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