Dez 312006
 

Bei The Daily WTF – Curious Perversion in Information Technology wird in der Virtudyne Saga sehr amüsant beschrieben, wie die Idee, das perfekte Konkurrenzprodukt zu MS Office zu schaffen, vor die Wand gefahren wird und dreistellige Millionebeträge sich dabei verflüchtigen. Nach x Jahren wurde das einzige Geschäft mit der Stadt abgewickelt, welche es in ihren Bibliotheken nutzen wollte, später aber auch wegen der Mängel vom Vertrag zurücktritt.

Es läuft also nicht gut und im Teil IV der Sage The Digital Donkey kommt das Sales Team dann auf die geniale Idee eine portable Version für Indien mit all seinen kleinen Dörfern zu entwickeln. Erreicht werden sollen diese mit einem digitalen Esel, ausgerüstet mit PC, Satelitenschüssel fürs Internet und was man noch so für die globale officegestütze Kommunikation im 200-Seelen Dorf benötigt. Zahlen sollten schließlich die Kommunen vor Ort.

Insbesondere mit der Illustration des „eDonkey“ wirkte es dann aber wirklich unglaubhaft, weswegen sich der Autor wohl genötigt sah auf das Projekt Donkey Drawn Mobile Library Services (von 2002) der IFLA in Zimbabwe hinzuweisen.

The Donkey Drawn Libraries were developed to provide library extension and outreach services to remote communities in the Nkayi District in north-western Zimbabwe. It is estimated that the literacy rate in this district is around 86% and this is largely attributed to the established and emerging library services.

Das ist doch schon recht beeindruckend. Die IFLA in der Rolle des Entwicklungshelfers – das war mir gar nicht so bewußt. Na, auch im alten Jahr noch was neues gelernt 🙂

  2 Antworten zu “The eDonkey Librarian”

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