Jan 032007
 

Gerade den Newsfeed vom Bibliotheksportal eingepflegt und schon eine interessante Meldung gefunden: Bookstart in Deutschland. Das Pakete in Sachen nun Flächendeckend herausgegeben werden, ist es durchaus auch schon mit dem nationalweitem Bookstart in England vergleichbar.

Ganz kurz zusammengefasst geht es bei Bookstart darum, dass die Leseförderung, quasi von Geburt des Kindes an, in die Familie hineingetragen wird. Das geschieht über Aufklärung (neutraler: Information) der Eltern und Buchpakete, welche an die Kinder ausgegeben wird. Wesentlich beteiligt daran sind natürlich Bibliotheken, in England haben aber auch die sogenannten Health Visitors, welche Familien Neugeborener betreuen (u.a. „providing routine child development checks“), eine tragende Rolle. Auf stifung-lesen.de (zu Bookstart) findet sich so ein ähnlicher Ansatz bezüglich der Unterstützung durch Kinderärzte – vielleicht auch ein interessanter ganzheitlicher Ansatz, betrachtet man die Problematik vernachlässigter Kinder?

Persönlich freut mich die Nachricht ja auch, da ich ziemlich zu Beginn des Studiums ein Kurzreferat in Fach KuMKJ (Kultur und Medienarbeit für Kinder und Jugendliche) über Aktionen zur Leseförderung gehalten und dort auch Bookstart vorgestellt habe. Frau Dankert hat mich damals nach dem Referat in eine ziemlich große Diskussione verwickelt – darauf war man wirklich nicht vorbereitet in diesem Studiengang, trotzdem war es eine gute Erfahrung und deswegen noch mal Danke an Frau Prof. Dankert ;). Jedenfalls, so meine Erinnerung (!), hielt sie mich für (zu) sehr optimistisch, da ich die Meinung vertrat, dass sowas auch in Deutschland prinzipiell denkbar/möglich wäre. Das die föderale Struktur da hinderlich sei (Englands Bookstart ist ja nationalweit organsiert), war nachvollziehbar und ist mit der Aktion eines Bundeslandes ja auch nicht unbedingt widerlegt – immerhin ist der Ansatz aber trotzdem da und die Dimension ist erheblich größer als ein kleines lokales Projekt (die es ja auch schon länger gibt).

Wenn’s klappt, dann ist das olle Referat hier als PDF angehängt. Hmm, geht nicht, dann eben so: Leseförderungsaktionen (Kurzreferat)

  Eine Antwort zu “Bookstart jetzt auch in Deutschland”

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    […] Nachdem wir den Bookstart in Deutschland ja vor kurzem schon hatten, soll laut hh-heute – Bücher zwischen Windel und Schnuller – jetzt auch in Hamburg Anfang Februar ein solches Projekt starten. Bundesweit einzigartig ist es zwar nicht, aber trotzdem interessant, dass sich das Konzept anscheinend weiter vebreitet. Warum es allerdings nun Buchstart statt Bookstart heißen muss… Das einzige was ich jetzt genaueres dazu gefunden habe, ist eine Pressemeldung der CDU, in welcher auch die Anlage zum Pressekonferenzpapier vom 18. November 2006 enthalten ist, welche es wiederum übersichtlicher als PDF gibt. dort heißt es: „Buchstart“ (wird es außerdem in den Quartieren Lohbrügge-Ost, Altona-Altstadt, Billstedt, Steilshoop, Barmbek-Süd geben): Ziel ist es, über das Bilderbuch Eltern und Kindern das Lesen näher zu bringen. Dies erhöht nicht nur die Sprachkompetenz, sondern stärkt die Eltern in ihrer Rolle als erster „Lehrer“ ihrer Kinder. Unter der Trägerschaft der Kulturbehörde wird flächendeckend ein Gratisbuchpaket verteilt und zudem Spielkurse für Eltern und Kinder zur Leseförderung angeboten. […]

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