Sep 202006
 

Nun schreib ich doch mal wieder etwas ins Blog – sonst findet sich im Moment leider sehr wenig Zeit dafür.

Der Grund ist, dass dieses Semester doch mal sehr positiv gestartet ist und zwar mit drei Tagen Blockunterricht im Seminar XML I – Einführung. Bisher habe ich noch selten (das heißt nicht „nie“) ein so gutes Seminar im Fachbereich erlebt.
Ein wichtiger Faktor dabei ist natürlich der Referent, Prof. Geeb (Homepage), welcher keine (primär) bibliothekarische Ausbildung hat, sondern Professor für Informationstechnologie und Computerlinguistik ist. Obwohl es mich zunächst gewundert hat, dass wir jetzt mit Moodle eine E-Learning-Plattform haben (oder Course Management System), sind dort nur Kurse von Herrn Geeb verzeichnet – scheint doch also auf (r)eine Eigeninitiative zurückzugehen (hoffentlich keine Implikation der Tatsache aus dem letzten Satz ;)). Großes Lob. Da stellt sich mir natürlich auch die Frage, was eigentlich aus dem (teuren) WebCT-System geworden ist, dass in drei Semestern nur in einem Seminar – welches war das überhaupt – (marginal) genutzt wurde…

Neben Moodle, gibt es auch ein vom Referenten verfasstes Buch zum Thema XML, welches im Print erschienen ist, aber – ganz im Sinne des Open Access – auch vollständig online abrufbar ist (Das XML-XSLT-Seminar).
Insgesamt hat man hier das Gefühl, dass der Referent wirklich gut vertraut mit den vermittelten Inhalten ist und sie auch souverän vermittelt.

Neben den den Faktoren „Person“ und eingesetzte Lehrmittel, ist aber auch das Konzept des Blockunterrichts viel praktischer, als ein auf ein Semester festgelegter Wochenplan mit vielen 1½-stunden Seminaren. Zum einem wird hier nämlich der Stoff zusammenhängend und nicht „gestückelt“ vermittelt, zum anderen kann frühzeitig im Semester zu den Arbeitsaufgaben für den Scheinerweb übergegangen werden, d.h. die Arbeit ist nicht eine von vielen, in den letzten Wochen des Semesters zu bearbeitenden, Aufgaben. Insgesamt wäre es grundsätzlich ein interessantes Konzept, wenn statt für ein Semester statischer Lehrpläne, Lehrpläne mit mehren „Blockphasen“ umgesetzt würden. Wahrscheinlich entspricht diese Idee etwa dem, was bei den Trimestern, die auch bei einigen Studiengängen der Hamburger Universität umgesetzt sind, praktisch vollzogen wird. Jedenfalls würde es die Arbeit sinnvoll über ein Semester verteilen, statt nur eine große Lehr- und eine Prüfungsphase zu haben.

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