Okt 252008
 

Wer Citavi kennt, schätzt und gerne Empfehlungen dafür ausspricht, den könnten die Tutorialvideos als “Dreingabe” zur Empfehlung interessieren.  Ich hoffe die Direktverlinkung ist in Ordnung, ansonsten folgt die Beschreibung meines holprigen Weges zur Universitätsbibliothek Passau (Literaturverwaltung und Wissensorganisation mit Citavi) nach der Auflistung:

Das war’s zum ganz konkreten Thema – ab hier ufere ich wohl wieder ein wenig aus…

Wie bin ich auf die Videos gestoßen ? Tja, das ist eigenartig oder ich bin zu blöd, aber die gibt es eben nicht direkt auf der Citavi-Seite im Menü unter Service & Support > Filme & Fotos (wo ich sie erwartet hätte), sondern nur wenn man – wohl eher zufällig – über Service & Support > Schulungsmaterialien auf die Unterseite Literaturverwaltung und Wissensorganisation mit Citavi der Universitätsbibliothek der Universität Passau gelangt. Dort fast ganz unten gibt es die genannten fünf Tutorials. Obwohl sie alle bei citavi.com liegen (genauer www.citavi.com/de/support/anim/) sind sie auf der Seite möglicherweise nicht aufgeführt, weil einige Tutorials ein klein wenig auf den Passauer Katalog zugeschnitten sind. Die Einführung aber nicht und das Prinzip ist ja im Grunde ohnehin immer das selbe. Bis zu einem gewissen Grade können sie vielleicht auch schnell ein Verständnis für die Sinnhaftigkeit von Literaturverwaltung (und implizit des korrekten Zitierens) schaffen.

Und wen noch interessiert, warum ich gerne Citavi empfehle:

  1. Es ist kostenlos, solange man damit leben kann, dass in einem Projekt maximal 100 Titel aufgenommen werden können (es können aber beliebig viele Projekte angelegt werden). Das ist die einzige Einschränkung zur Kaufversion, die aber erfahrungsgemäß von Studenten (oder auch Schülern) höchstens zum Ende ihres Studierendendaseins gesprengt werden.
  2. Titelaufnahmen sind äußerst komfortable und vor allem wird einem sehr genau erklärt, wann welche Publikationsart für einen vorliegende Quelle zu wählen ist, ebenso wie welche Angaben in welcher Form angegeben werden soll(t)en. Abgesehen davon, dass man sich die Angaben natürlich auch fix per ISBN aus einem/mehreren (Bibliotheks)-Katalogen ziehen kann.
  3. Zitate können gut verwaltet werden und direkt den Titeleinträgen zugeordnet werden
  4. Es werden sehr viele Zitationsstile unterstützt. Sogar die etwas unhandliche (aber bei mir am Fachbereich geforderte) DIN 1505. Abgesehen davon kann man die vorhandenen Zitationsstile auch noch selber anpassen. Und eben auch wichtig: die Listen lassen sich gut in Word einbinden.
  5. Das Programm kann auf einem USB-Stick installiert werden und ist damit praktisch überall – zu Hause, Fachbereich, Bibliothek oder Treffpunkt x der Arbeitsgruppe gestartet werden (ja, es gibt Einschränkungen, aber Windowsrechner mit .Net Framework 2.0 sind schon durchaus gängig ;-) ). Entsprechend einfach ist natürlich auch das sichern oder auch die komplette Weitergabe des Programms inklusive der Projekte. Allerdings bin ich generell ein absoluter Freund von Portable Applications.
  6. Der kostenlose Picker ist sicher auch einen Blick für die Integration mit dem IE/Firefox oder Word und Adobe Acrobat interessant.
  7. Obwohl ich es selber noch nicht groß benutzt haben sind die Möglichkeiten der “Wissensorganisation” und der “Aufgabenplanung” sicher auch gute Argumente für Citavi.

Wenn man “große” Gruppenaufgaben in kleinere Projekte aufbricht – letztlich doch ohnehin der einzige Weg, dann kann man m.E. vermutlich auch sehr gut kollaborativ damit arbeiten (jeder muss ja nur seine Projektdateien weiterreichen, damit sie alle zur Verfügung haben).

Abgesehen von EndNotes (welches ich bisher noch nicht selber gesehen habe, aber von dem ich im Bekanntenkreis immer Gutes höre), habe ich keine wirklich überzeugendes alternatives Programm gefunden – und schon gar nicht kostenlos oder kostengünstig. Von den als Web 2.0-Diensten angeboten Literaturverwaltungen fand ich weder Bibsonomy, noch Connotea, noch CiteULike für sich besonders überzeugend – alle Funktionalitäten der drei Dienste vereint wäre schon was anderes, aber vielleicht schraub ich meine Ansprüche auch immer ein wenig über meinen tatsächlichen Bedarf ;-).

Eigentlich auf das Thema gekommen bin ich gestern, weil ein Freund mit einer Firefox-Erweiterung zur Literaturverwaltung Probleme hatte (Namen habe ich vergessen, obwohl er bei mir etwas läuten ließ). Ein wenig mysteriös ist mir schon, warum man im Browser sowas wie Diagramme zeichnen oder eben Literatur verwalten wollte, aber wer das für praktisch hält, der ist mit Zotero ggf. gut bedient: “It lives where you do your work” – aha… Nach Citavi wäre es wohl meine zweite Wahl, aber ansonsten ist mein (ständigen Änderungen unterworfener) Portabler Firefox nicht der beste (bequemste) Gewährsmann um für persistente Datenintegrität zu haften :mrgreen:


DB Recovery Info (Was soll das?)
Kommentare Original: 0
Lokale Google Cache Version (mit Kommentaren): Öffnen
Sonstiges:

 Antworten