Mrz 292007
 

Gerade läuft die Meldung von Archivalia zu der im Volltext verfügbaren Diplomarbeit von Heidi Stieger mit dem Titel Fachblogs von und für BibliothekarInnen – Nutzen, Tendenzen : Mit Fokus auf den deutschsprachigen Raum über den Ticker.  Aus der Arbeit hatte auch Edlef schon bei seinem Vortrag in Leipzig zitiert.

Die Links aus Abschnitt 4.3.2  Verzeichnisse im Bereich Bibliotheks- und Informationswissenschaft klau ich mir hier gleich mal – dann hab ich sie mal an einer Stelle zusammen zu verweisen. Lizen war mir jetzt auch ganz neu 😉

Natürlich ist die Arbeit nicht nur wegen der Links lesenswert 🙂

Mrz 282007
 

Da bin ich gerade für unser Semester-Projekt auf der Suche nach „Inspirationen“ zum Thema Chatterbots und stoße dabei auf das Subject Tracer Information Blog Chatterbots. Ich wunderte mich, dass es nur einen Blog-Eintrag, dafür mit ner Menge interessanter Links, existiert.

Also mal auf den Link Marcus P. Zillman’s Blog geklickt um zu sehen was das alles im innersten zusammenhält. Das sah ja auch interessant aus – der dritte Beitrag weißt auf LibWorm hin und auch ansonsten viel spannendes dabei. Dann schon wieder so ein Subject Tracer Information Blog (STIB) zu Deep Web Research. Hmm, diesmal folge ich dann aber doch dem Hinweis auf die Virtual Private Library, wo dann diese Sache mit den STIBs etwas klarer wird:

The Virtual Private Library™ is powered by Subject Tracer Bots™ that continuously search, monitor and update for custom virtual library subject(s) that are listed as an unique ontology subject tree and directory including resource utilization of blogs, wikis, listserv® and news aggregators.

Etwas weiter darunter wird auf ein Interview mit diesem (langsam weniger mysteriösem) Zillman hingewiesen: The Future Of News: The Digital Information Librarian. Einmal mehr eine ganz interessante Perspektive auf den Beruf des Bibliothekars.  Gut gefällt mir auch das Zitat von Zillman:

The best person to identify and bring about new ways of managing information flows is the Librarian and more specifically the electronic reference librarian. This person has an immediate handle on what is happening with the flow of information and how to properly evaluate, disseminate and categorize all the incoming and outgoing information resources.

Was ist das Fazit? Neuer Blog in der Feedliste, ein paar nette Quellen zu Chatterbots und Deep Web Research und ich habe nun eine Ahnung was ein Subject Tracer Information Blog ist…

Mrz 262007
 

Reichlich spät, aber Talk Digger muss ich mir dann doch noch merken.

Talk Digger is the way to find conversations emerging on the Web.

So ganz neu ist der Ansatz nicht, gefällt mir aber dem ersten Eindruck nach recht gut. Macht schon Spaß bei den bekannten Blogs zu gucken wer über diesen redet oder über welche Quellen er redet…

Mrz 232007
 

Sonntag bei recht gutem Wetter aufgebrochen, gestern im Schneegestöber wieder zurück nach Hamburg – dazwischen vier Tage mit vielen Vorträgen in Leipzig. Das Angebot war ziemlich groß und teilweise fiel es mir wirklich schwer mich zu entscheiden, welche Vorträge ich mitnehme. Schließlich ist das dabei herausgekommen:

Montag:  „Open Access“, „Forum Zeitschriften GeSIg e.V.“, „Urheberrecht und Datenschutz“
Dienstag:  „Bibliotheken und Soziale Software“, „Fortbildungsforum“ nur zu Vortrag zu wissen>>bringt>>weiter.de (persönliches Fazit: warum nicht zum IDW gehen und sich seinen eigenen Veranstaltungs-Feed basteln) und dann zu „Bibliothek 2007“, „Start up – alternative Berufsfelder“
Mittwoch: „Lern(w)ort Bibliothek: Antworten  aus Fachhochschulbibliotheken“, „E-Learning – der richtige Weg zur Vermittlung von Informationskompetenz?“
Donnerstag: „Die europäische Digitale Bibliothek – Europas Antwort auf Google“

Im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich nicht zu E-Books. „Digitale Bibliotheken und Portal“ und zu „Arbeit von IFLA/FAIFE und Informationsfreiheit“ gegangen bin – letzteres gerade wegen der Begeisterung einer Freundin, die dort war; zumal der Hinweis durchaus auch berechtigt ist, dass hier das einzige mal „Ethik“ wirklich ein Thema war. Ob so vieler Überschneidungen im Programm war die Wahl dann aber halt nicht immer einfach und überfüllte Räume verschärften das Problem dann teilweise noch. Insgesamt konnte man jedoch überall ein paar neue Erkenntnisse gewinnen, wobei „Bibliotheken und Soziale Software“ und „Lern(w)ort Bibliothek“ (insbesondere der Beitrag von Jens Renner) noch den größten Eindruck gemacht haben.

Bei der Abschlussveranstaltung zu europäischen Digitalen Bibliothek habe ich mich schließlich gewundert, dass es so relativ leer war – ob es wohl voller gewesen wäre, wenn Dr. Rolf Griebel (Generaldirektor Bayrische Staatsbibliothek) als Diskussioneteilnehmer im Programm aufgeführt gewesen wäre? Zum anderen hat mich gewundert, dass die Diskussion so abstrakt blieb und Europeana (der wesentliche Grund, weswegen ich zu dieser Veranstaltung ging) mit keinem Wort erwähnt wurde, obwohl ich doch heute bei netbib lese, dass Europeana offiziell gestartet wurde.

Soweit nur ein sehr kurzer Eindruck – mehr dazu dann in den nächsten Tagen, wenn ich meine Stichworte näher angeguckt habe. Jetzt muss ich mich erst mal nach meinen verspannten Nacken nach all dem Sitzen und den Iso-Matten-Nächten (inklusive allergischer Reaktion auf die Katzen?) sowie die leicht verschleppte Erkältung kurieren 😉

Mrz 172007
 

Nachdem ich mich vor kurzem gewundert habe, wo man etwas über die europäischen Digitalbibliothek „Europeana„findet, liefert Inetbib gestern gleich die Adresse zu einer Vorabversion frei Haus. Unter der Haube scheint aber dementsprechend auch noch nicht viel zu sein, aber die Haube selber macht dafür schon einen recht feinen Eindruck. Die thematische Point-&-Click-Suche auf der Startseite gefällt mir dabei vom Ansatz her besonders, aber das Refining nach einer begonnen Recherche wirkt auch sehr durchdacht. Ohne die richtigen Inhalte bleibt dies natürlich nur ein oberflächlicher Eindruck. N, ich bleib jedenfalls gespannt…

Mrz 152007
 

Die Zeit hat einen Kulturwissenschaftler, einen Verleger, eine Bibliotheksdirektorin, eine Nachwuchswissenschaftlerin und einen Bibliothekswissenschaftler zu der Frage Wer hat Angst vor Google? Stellung beziehen lassen.

Wo findet man bloß etwas zu dem von Frau Saal erwähnten Prototypen einer Europäischen Digitalbibliothek „Europeana“… Google hilft da jedenfalls nicht wirklich.

Mrz 122007
 

Wieso?

Das nächste (Projekt-) Semester nähert sich mit großen Schritten und für mein Projekt – Chat4You, genaueres siehe Link – finden sich bereits die Projektvereinbarungen online. Zwei Festlegungen machen mich da besonders nachdenklich:

Die genannten Arbeitsschwerpunkte sind inhaltlich und organisatorisch eng verzahnt. Das Projektteam wird die Schwerpunkte in einzelnen Arbeitsgruppen arbeitsteilig teilweise nacheinander, teilweise zeitgleich erarbeiten.

und

Ein Erfolgsrezept für jedes Projekt ist eine gute Dokumentation. Alle Projektunterlagen wie Protokolle, schriftliche Ausarbeitungen, Materialsammlungen, Zeitpläne usw. werden im Projektordner auf Laufwerk K: gesammelt. […]
Durch eine kontinuierliche Dokumentation gehen keine Arbeitsergebnisse verloren und Doppelarbeit kann vermieden werden. […] Empfohlenes Format ist Word.

An anderer Stelle wird noch erwähnt, dass Sitzungsprotokolle per E-Mail verteilt werden sollen.

Da schreit doch der kleine Häwelmann in einem „Mehr, mehr!“. Fast hätte ih auch ganz ungestüm in Form einer E-Mail an die Projektleiter ins Segel geblasen, dachte mir aber dann doch, dass es besser wäre sich erst mal nach potentiell besseren Lösungen umzuschauen. Man denkt zunächst an Wikis, aber im Grunde liegen die Anforderungen doch weit höher. Was ich mir sinnvoll vorstelle – und dann letztlich bitte alles unter einer Haube:

Was?

  • Wiki: als Text- und Ideensammlung
    Einzellösungen: Nun, hier gibt es massig gute Lösungen.
  • Blogs: wobei mir hier die Begründung schwerer fällt, allerdings merkt Thomas Peil in seinem Blog Textdepot zu seinen Erfahrungen mit Wikis an Hochschulen an: „Von einigen Studierenden wurde das Publizieren im Weblog […] als attraktiver empfunden als das Verfassen von Wiki-Beiträgen.“ Evtl. liegt das auch an der besseren Einordbarkeit von Beiträgen ins Blogs gegenüber Wikis?
  • Books: Die beiden vorangehenden Punkte betrachtend ist mir während meines Ausprobierens diverser Lösungen dann bei Drupal auch das Books-Modul aufgefallen. Hier ist der Ansatz, dass tatsächlich ein Thema strukturiert und als zusammenhängender Text organisiert werden kann.
    Einzellösungen: Soweit ist mir hier nur Basecamp bekannt, welches aber bei den interessanten Dingen kostenpflichtig ist.
  • Forum: insbesondere für „Metadiskussionen“ bezüglich Projektfragen (Organisation etc.)
    Einzellösungen: Persönlich gefallen mir hier immer noch phpBB und myBB sehr gut, aber ich könnte ja auch durchaus mit rudimentäreren Lösungen leben.
  • Bibliographie: vielleicht würde ein Wiki genügen, aber eine seperate Literaturliste hätte auch etwas für sich.
    Einzellösungen: Hier gibt es online einige gute Lösungen wie Connotea, CiteULike und Bibsonomy. „Offline“ finde ich Citavi immer noch (kostenlos) ungeschlagen, ist aber nicht gerade besonderes auf kollaboratives Arbeiten ausgelegt.
  • Linksammlung: zu der jeder Beitragen kann. Schließlich stößt man immer wieder auf relevante und interessante Quellen, aber andere darauf aufmerksam zu machen ist ohne entsprechende Hilfsmittel einfach zu umständlich.
    Einzellösungen: Im Grunde können hier schon die oben genannten spezialisierteren Dienste völlig ausreichen, insbesondere aufgrund der Möglichkeiten zur Teambildung. Ansonsten gibt es hier ja massig Lösungen, wobei der Social bookmarks‘ review besonders schön auf Vor- und Nachteile eingeht.
  • Dokumentenverwaltung: weil nicht alle Ressourcen Wiki-fähig sind.
    Einzellösungen: Neben der Laufwerk-K:-Methode gibt es hier sicher vielfältige Möglichkeiten. Wirklich gute Einzellösungen hätte ich jetzt (außer vielleicht der teure Sharepoint, der aber schon wieder erheblich mehr ist) nicht parat – vielleicht noch Laufwerk K: als Klassiker der Wissensorganisation ;).
  • Chat: ist sehr praktisch zur zeitnahen Kommunikation und hat sich bisher im Studium durchaus schon häufiger als hilfreich erwiesen. Viele Fragen machen per E-Mail einfach keinen Sinn…
    Einzellösungen: Tendenziell würde ich eher zu P2P-Lösungen gegenüber IRC tendieren, andererseits unterstützen genug Instant-Messanger ja auch IRC. Webbasiert ist hier wahrscheinlich Meebo bis jetzt am interessantesten (also stand-alone-IM-Ersatz). Prinzipiell haben aber erfahrungsgemäß ohnehin die meisten Kommilitonen irgendeinen Instant Messanger – da wäre zumindest ein Austausch der Daten (nebst E-Mail) sinnvoll.
  • Kontaktverwaltung: mit Daten der Projektteilnehmer. Evtl. mit E-Mail-Funktion.
  • Projektmanagement: zur Verteilung von Aufgaben, festlegen von Milestones etc.
    Einzellösungen: Im Grunde gibt es hier keine Einzellösungen, sondern nur Lösungen, welche viele bereits genannte Aspekte mit einbinden.

Nun, diese Liste ist ja bereits recht umfangreich. Wenn man alles unter einer Haube haben will, dann finden sich durchaus, teils sogar schon recht ausgereifte, Open Source Web-Anwendungen. Gute Suchtermini sind z.B. „collaborative workspaces“, „e-learning“ und „groupmanagement“, wobei diese Liste sich beinah beliebig erweitern lässt bei all der Wortschöpfungskreativität der Anbieter.

Womit?

(An-) Getestet habe ich nun einige Lösungen, wobei ich hier nur kurz meine jeweiligen (vielleicht sehr subjektiven) Eindrücke wiedergebe:

  • Elgg (0.7)
    Selbstdarstellung: Elgg is an open source social networking platform based around choice, flexibility and openness: a system that firmly places individuals at the centre of their activities.
    Your users have the freedom to incorporate all their favorite tools within one environment and showcase their content with as many or as few people as they choose, all within a social networking site that you control.
    Pro: Sehr intuitiv, gut anpassbar an die eigenen Bedürfnisse und über Plugins ausbaubar. Jeder Nutzer hat seinen eigenen Blog und die Möglichkeit Ressourcen (Dateien) zu verwalten/hochzuladen. Über Communities werden die Beiträge vernetzt.
    Con:
    Das es sich hier noch nicht wirklich um eine Finalversion handelt entnimmt man bereits der Versionsnummer, merkt man aber auch an einigen anderen Stellen. Mittlerweile gibt es auch einige interessante Plugins, z.B. um ein Wiki nachzurüsten, aber diese Plugins sind meist noch eher in der Alpha-stage.
  • ActiveCollab (0.7.1)
    Selbstdarstellung: An easy to use, web based, open source collaboration and project management tool.
    Pro
    : Prinzipiell ist hier alles zur Projektverwaltung vorhanden, d.h. es können Teams gebildet werden, denen können Aufgaben (zur Erreichung von Meilensteinen) zugewiesen werden und der Austausch von Nachrichten und Dateien ist ebenfalls möglich.
    Con: Die Navigation ist etwas umständlich. Hier sind aber für die nächste Version weitreichende Verbesserungen angekündigt.
  • E-GroupWare 1.2.106
    Selbstdarstellung: eGroupWare is a free enterprise ready groupware software for your network. It enables you to manage contacts, appointments, todos and many more for your whole business.
    Pro: Die Anwendung bietet teilweise noch mehr als ich oben aufgeführt habe. Kalender, Adressbuch, Projektmanager, Ressourcenverwaltung, E-Mail, Workflow, Wiki, Lesezeichen, Nachrichten, Umfragen, Wissensdatenbank und ein InfoLog (Forum-ähnlich). Dazu kommt ein gut ausgearbeitetes Gruppen- und Rechtemanagement. Zudem gibt es auch einige (wenige) seperate Module.
    Con: Etwas wirklich Negatives kann ich nach dem (kurzen) Test nicht finden. Entsprechend den Möglichkeiten ist allerdings anfangs recht viel Konfigurationsarbeit nötig. Außerdem sollte man vielleicht noch etwas am Layout arbeiten, andererseits habe ich nun auch nicht nach bereits vorhandenen Templates geguckt.
  • Moodle 1.7.1
    Selbstdarstellung: Moodle is a course management system (CMS) – a free, Open Source software package designed using sound pedagogical principles, to help educators create effective online learning communities.
    Pro: Moodle bietet eigentlich alles was das Herz begehrt, auch wegen der zahlreichen Zusatzmodule und Plugins. Unter allen angetesteten Lösungen ist Moodle wahrscheinlich diejenige mit der größen (Entwickler-) Community – dementsprechend auch vielleicht die ausgereifteste.
    Con: Persönlich habe ich Probleme mit der konzeptionell bedingten starken Geschlossenheit des Systems. Trotzdem bietet Moodle schon wirklich viel hinsichtlich einer Kommunikationsplattform. Die Navigation und die Einbindung bzw. Verknüpfung der einzelnen Module könnte aber sicher auch noch verbessert werden. Aufgefallen ist mir auch, dass hier keinerlei RSS-Funktion integriert zu sein scheint…
  • Drupal 5.1
    Selbstdarstellung: Drupal is a free software package that allows an individual or a community of users to easily publish, manage and organize a wide variety of content on a website.
    Pro: Drupal wirkt von allen Lösungen am aufgeräumtesten und bietet viele nützliche Module (Wiki, Blog, Forum, Bibliographie, Fileshare, Arbeistabläufe, Chatblock). Besonders schön dabei ist, das man mit dem Taxonomy-Modul modulübegreifende Kategorien (und Subkategorien) erstellen und nutzen kann, d.h. dass die Module nicht völlig isoliert voneinander sind. Außerdem kann man zusätzlich freies Tagging zulassen. Relativ zu den anderen Lösung geht die Konfiguration für Drupal selbst, wie für alle Module (viele Zusatzmodule verfügbar) sehr leicht von der Hand. Der integrierte Ansatz aller möglichen Tools wird hier meines Erachtens mit am besten vollzogen.
    Con: Ich glaub meine (Vor-) Eingenommenheit ist bereits recht offentsichtlich. Im Grunde ist Drupal schon out-of-the-box recht gut ausgestattet, runder wird es aber dann doch erst bei Einsatz einiger Zusatzmodule (insbesondere DHTML-Menüs um das nervige Laden bei jedem einzelnen Punkt des statischen Menüs hinter sich zu lassen). Das Handling (Usability) halte ich für ziemlich gut, andererseits ist das so ohne weiteres natürlich immer schwer objektiv zu beurteilen – vielleicht säßen dann beim produktiven Einsatz doch wieder viele mit der Frage da, warum denn die gute alte E-Mail nicht reicht 😉

Und nun?

Tja, das waren der Großteil der getesteten Tools – was sonst noch da war, landete sehr schnell in /dev/null. Spannend ist sicher auch Sloodle, ein Mash-Up aus Moodle und Second Life, aber das wäre wohl tatsächlich ein sehr (zu) großer Sprung. Sehr spannend auch OpenAcademic, ein Projekt zur Zusammenführung von Moodle, Drupal, MediaWiki und Elgg (da schließe ich mich dem „Sweet“ dieses Blogeintrags dazu an). Allerdings scheint dies doch eher schleppend zu verlaufen.

Aber obwohl Drupal auch allein mich schon sehr überzeugt hat, bleibt es bei solchen Dingen doch zweifelhaf, ob sie in der Praxis angenommen werden – da muss man sich ja nur an unserer oder anderen Bildungseinrichtungen umsehen und den „großen Enthusiasmus“ der Studenten bei den diversen (allerdings meist auch nicht besonders konsequent – d.h. obligatorisch statt freiwillig – eingesetzten) E-Learning-Plattformen betrachten.
Ein Projekt, wie es bei uns ansteht, hat aber den Vorteil, dass es eine große Gruppenaufgabe mit einem definierten Anfang und Ende (Ziel) ist, bei dem die Anforderungen an Kommunikation und Informationsaustausch im Allgemeinen erheblich über den Anspruch durchschnittlicher Seminare hinausgeht. Hier könnte der Nutzen eines solchen Systems erheblich schneller/leichter für den Einzelnen erkennbar sein. Trotzdem müssten natürlich alle die grundsätzliche Motivation mitbringen solche „neuen“ Formen des Informationsmanagements (immerhin Teil unserer Studienbezeichnung) anzuwenden – wäre doch aber bedauerlich, wenn hier die nächste Generation der Excel-Organisatoren mit „folder-based taxonomy“(klingt englisch einfach viel „advancter“) auf die Bibliotheken von morgen losgelassen würden 😉
Im übrigen ist es – davon bin ich überzeugt – auch nicht so, dass die meisten Studenten tatsächlich Probleme im Umgang mit Foren oder Portalen hätten (Wikis schon eher) – da kann man in Seminaren in Rechnerräumen (wenn man ganz hinten sitzt) ganz anderes beobachten, dann auch bei den eher technik-muffeligen…

Möglicherweise könnte man aber auch erst über kleinere „Feldversuche“ nachdenken, z.B. indem man nur ein Wiki/Forum/Blog nutzt und evtl. zusätzlich noch eine eigene Gruppe bei Connotea oder Co. zur Quellen-/Linkverwaltung nutzen würde. Bei so abgegrenzten Feldern würde ich jedoch eher wieder mit einer sehr geringen Beteiligung rechnen. Zudem ist es auch recht unbequem immer an vielen verschiedenen Stellen nach Neuigkeiten gucken zu müssen.

Wie auch immer man es angehen könnte, so ist doch letztlich alles besser als E-Mails (auch wenn mir vielleicht sicher viele gut organisierte Menschen da nicht ohne weiteres zustimmen würden – trotzdem lese ich ja gerne bei inetbib mit ;)). Ansonsten habe ich sicher auch nicht gegen die gute alte Verbalkommunikation (wie wär’s mit Skype-Konferenzen? :D), aber ein paar Stunden einmal in der Woche  lassen wenig Raum für Spontanität. Vielleicht also doch dem Mond auf die Frage, ob es nicht genug sei, antworten: „Mehr, mehr!“ und heftig ins Segel blasen.

Ok, das soll auch erst mal zur Sortierung der Gedanken genügen. Langsam schleichen sich auch schon wieder viel zu viele Smileys ein… 😉