Senayan entwickelt sich

Wo ich gerade eine Mail mit Fragen bezüglich Senayan (siehe: Senayan – Open Source Library Management System aus Indonesien) bekommen habe, nutze ich die Gelegenheit um den Blog mal wieder etwas hinzuzufügen. Seit dem letzten Beitrag hat sich doch etwas getan; immerhin vier offizielle Updates. Damals fehlte noch die deutsche Übersetzung. Anfangs per Mail, hab ich Kontakt zu einem der Entwickler gekriegt; nachdem ich verstanden hatte wie das mit GitHub (“Social Coding”) funktioniert, hab ich eine alternative Übersetzungsmöglichkeit rein gebasteltet (eine Gettext-Variante). Jetzt kann bequem mit z.B. PoEdit übersetzt werden (Deutsch ist natürlich fertig ;) ). Mittlerweile sind auch Spanisch und Arabisch hinzugekommen. Abgesehen von einem Doku-Ansatz und einem Datenbank-ERD war es das dann aber auch schon im Großen und Ganzen mit meiner ersten Beteiligung an einem Open Source Projekt. Der Versuch, bibliographische Daten per z39.50 abzugreifen, ist nicht über die Grenzen meiner Platte hinausgekommen (hab aber immerhin etwas über dieses Protokoll gelernt; und zmdst. prinzipiell funktioniert es). Allerdings ist wohl ohnehin ein “Flexible Schema”-Feature in der Entwicklung, mittels welchem Metadaten-Schemata (MARC21, MODS, Dublin Core etc.) definiert werden könnten. Derzeit sind die Möglichkeiten (Felder) zur Titelaufnahme nicht unbedingt optimal (obwohl vergleichsweise nicht schlecht), aber wenn dieses Feature käme, würde sich das ändern und dann wäre eine ausgefeilte Importmöglichkeit wahrscheinlich viel günstiger umzusetzen.

Senayan – Open Source Library Management System aus Indonesien

Korrektur 2009-08-24: Es ist äußerst peinlich, aber Senayan stammt natürlich nicht aus Indien, sondern aus Indonesien. Der Titel ist nun korrekt, Inhalt angepasst, aber der Permalink bleibt lieber mal. Lesson learned: niemals müde und mit Kopfschmerzen auf Veröffentlichen klicken (oder überhaupt schreiben).

Beim Beitrag Bibliothekskataloge/OPACs für alle? erwähnte ich am Ende, dass ich noch ein ziemlich schickes System gefunden habe, denn ja, ich habe tatsächlich bei Sourceforge nach Perlen getaucht. Mit Senayan kommt somit noch ein Open Source Library Management System aus Indonesien hinzu, das definitiv Aufmerksamkeit verdient. Die Version bei Sourceforge ist gegenüber der Version auf der offiziellen Seite veraltet. Anscheinend sind die Entwickler zu Github (“Social Coding”) übergegangen.

YAZ (Z39.50 Toolkit), PHP, Apache und Windows

Im letzten Beitrag (Bibliothekskataloge/OPACs für alle?) habe ich erwähnt, dass häufig das fehlen von YAZ ein Problem beim Testen von Open Source-”OPACs” sei.

YAZ kann man unter www.indexdata.com/yaz herunterladen. Dort wird auch erklärt was YAZ eigentlich ist. Unscharf ausgedrückt, erlaubt das Toolkit den einfachen Zugriff (Abfrage) auf Daten, die per Z39.50-Protokoll übermittelt werden, jenem Protokoll also, welches von Bibliothekskatalogen verwendet wird. Woher sonst sollte man besser bibliographische Daten bekommen? ;) Theoretisch gibt es auch ein webtauglicheres Protokoll, aber siehe dazu dann Wikipedia.

Jedenfalls wollte ich meinen Uniform Server (für Interessierte: US 5.0-Nano: Introduction) nun YAZ-fähig machen, allerdings stellte sich die Frage “Wie eigentlich”? Eine Anleitung findet sich im Pneumonochrome-Blog unter PHP5.2.6, Apache 2.2, and php_yaz. Dummerweise ist der PECL4Win-Link schon ziemlich lange tot. Deveblog gibt den guten Tipp (Download PECL Extensions for Windows), dass man die Dateien noch über http://museum.php.net beziehen kann.

Bibliothekskataloge/OPACs für alle?

Kurz vorweg: Einen Vergleich von Open Source OPAC-Software wird man hier nicht finden, dafür aber vielleicht ein paar Anregungen und nützliche Links, wenn man (ganz) am Anfang des Problems steht eine kleine Bibliothek mit OPAC aufbauen zu müssen. Das ganze Geschreibsel ist – wie immer – auch recht organisch gewachsen ;)

I. Die Anfrage

Vor ein paar Tagen habe ich mich mit ein paar Freunden getroffen. Da einer in seinem Schachverein die ehrenvolle Aufgabe übernommen hatte etwa zweihundert Bücher mal ordentlich zu erfassen, fragte er mich, ob ich da einen Tipp bezüglich einer guten unterstützenden Software hätte. Dass überhaupt entleihbare Bücher vorhanden sind, wissen die meisten Vereinsmitglieder gar nicht, aber es gibt eine Website. Insofern wäre es natürlich schön, wenn man dort auf das Angebot (oder besser dessen Umfang) verweisen könnte. Ebenfalls gut wäre, wenn verliehene Bücher irgendwie verbucht werden könnten.

Seite 1 von 11