August 2008

Monthly Archive

OpenStreetMap – Datenqualität bewerten

Der Heise-Artikel Offene Datensammlung schlägt Google Maps berichtet unter Bezug auf einen Technology Review-Artikel über OpenStreetMap und dessen Qualität.

Besonders interessant find ich den Hinweis auf die Anwendung Comparing Maps von Jochen Topf (Mitautor des OpenStreetMap-Buchs). Die Anwendung ermöglicht es gleichzeitig Google-Map und OSM-Daten darzustellen und erlaubt so einen direkten Vergleich bestimmter Ausschnitte. Leider muss man sich bis zur gewünschten Stelle durchklicken, kann also nicht suchen, aber immerhin.

Bei mir in der Gegend fehlt bei Google Maps tatsächlich eine Straße. Nett finde ich auch den Kartenvergleich mit Lage der TU Hamburg-Harburg. Gebäude, Kneipen, Busstationen und sogar Teiche sind bei OSM zu sehen. Bei Google Maps hingegen gähnende Detailarmut (nichtmal die TUHH ist dort vermerkt). Die Zentralbibliothek der HÖB (man beachte auch den dort angebotenen HVV-Stadtplan – braucht man schon Phantasie) ist zwar nicht direkt vermerkt, aber der Arno-Schmidt-Platz ist immerhin da.

Filmtrailer für Bücher

In Zillmans Blog finde sich heut ein Verweis auf Digital Booktalk (kurz DBT und nicht zu verwechseln mit DTB) und er fasst zusammen worum es bei dem Projekt der University of Central Florida geht. Die ersten paar Sätze auf www.digitalbooktalk.com sind ebenfalls bezeichnend:

How do you select books to read? Do you use the jacket cover? Word of mouth? Reading lists? Which comes first, reading a book or watching a movie made from it?
We believe it does not have to be an ‘either-or’ choice. Similar to movie trailers, video book trailers are short, minute and a half to two-minute videos that introduce the basic storyline.

Etwas weiter unten auf der Startseite werden auch Unterrichtsmaterialien für entsprechende Studiengänge angeboten.

Ein wenig befremdlich klang die Idee beim ersten Lesen für mich schon, aber warum nicht. Wer weiß – vielleicht sieht man bei Amazon oder in Katalogen ja irgendwann auch Booktrailer. Als (kostenlose) Dreingabe sind sie sicher interessant.

OpenStreetMap und OpenGeoDB – freie Geodaten

OpenStreetMap

Mittlerweile haben sich auf meinem Rekorder wieder ein paar Nano-Ausgaben angesammelt und somit ist der Beitrag Tausende Freiwillige erfassen die Welt mit GPS-Geräten (Video) schon wieder drei Tage alt. Der Titel deutet schon darauf hin, dass es sich hier um ein Projekt handelt, welches Kartenmaterial völlig frei verfügbar macht – also nicht “nur” über eine API (Porgrammschnittstelle) und mit ggf. urheberrechtlichen Haken und Ösen wie z.B. GoogleMap. Genauer ist das OpenStreetMap-Material (oder: www.openstreetmap.org) unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Lizenz freigegeben.

Europeana – Stand der europäischen Bibliothek

Gerade flatterte über den Telepolis-Newsfeed die Meldung Urheberrecht und Europäische Integration rein, die im wesentlichen den Artikel Jahrhundertprojekt: EU plant digitale Riesenbibliothek – “Europeana” soll noch diesen Herbst starten zusammenfasst.

Etwas eigenartig in dem Artikel:

[...] heißt es von der EU-Kommission. [...] In den Bibliotheken Europas würden mehr als 2,5 Mio. Bücher lagern [...]
Allerdings dürften sich allein schon die Gesamtkosten für die Digitalisierung von fünf Mio. Büchern in den Bibliotheken Europas laut Schätzungen der EU [...]

Na was denn nun – 2,5 oder 5 Millionen Bücher? Vielleicht durcheinander gekommen mit Büchern und Objekten, denn laut dem About auf Europeana.eu sollen bis 2010 6 Millionen Objekte, d.h. Bücher, Videos, Bilder und Audiomaterial, abrufbar sein.

Nun, jedenfalls eine Menge Bücher für die durch die EU geförderte 120 Millionen Euro zur Digitalisierung bereitstehen, geschätzt schließlich aber 225 Mio. benötigt würden, wenn man andere Objekte noch außen vor lässt und insbesondere bei diesen könnte sich das Urheberrecht als entscheidendes Hemmnis kultureller europäischer Integration erweisen.

Kindle ab Buchmesse auch für Deutschland (?)

Die Meldung von Heise Amazons E-Book-Leser kommt nach Deutschland scheint noch eher den Status eines Gerüchtes zu haben, aber man wird dann wohl bald feststellen können was dran ist. Auf den Preis bin ich ja mal gespannt.


DB Recovery Info (Was soll das?)
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Amazon Kindle

Ich bin gerade über den Netbib-Beitrag Kindle Reader gestolpert, der auf den Abendblatt-Artikel Eckig, praktisch gut? hinweist. Ich muss sagen, dass mich der Reader persönlich durchaus anspricht, insbesondere weil die Literaturversorgung unabhängig vom PC ist und auch im Wartezimmer der Arztpraxis funktioniert. Wenn ich es nun (endlich) richtig verstanden habe, dann funktioniert die Übetragung über Whispernet mittels des EVDO-Standard nicht per “klassischem” Wlan, sondern funktioniert über (Handy?)-Funkmasten. Ganz sicher bin ich mir aber immer noch nicht. Der Amazon Kindle Review auf Concentraed Technology gibt Don Jones einen m.E. recht guten Erfahrungsbericht ab. Dort heist es u.a. auch:

The wireless feature, though, is what really sells the Kindle. It uses Sprint’s EVDO network, so coverage is pretty much national. You don’t pay for the cell usage – it’s built into the price of the books you buy. When you buy a book on Amazon, it simply sends it to your Kindle – it takes about a minute once the Kindle’s wireless feature is turned on, using a slide switch on the back of the unit.