Part I

Vor einem Weilchen habe ich mir einen 2GB-USB-Stick gekauft. Der Plan war, dass dort ja alle meine kleinen portablen Programme Platz finden sollten und noch viel Luft für sonstige Dateien bliebe. Umso verwundertert dann, als der Platz erheblich früher ausgereizt war (sein sollte). Die Lösung: Clustersize. Aus welchem Grund auch immer, kommen USB-Sticks meist mit FAT16 formatiert in die Hände des Kunden. Wieso das ein Problem ist erklärt der Artikel File systems 101: FAT schön:

Every FAT-based disk is broken down into a number of clusters, each containing a number of 512-byte disk sectors. Most file systems do not deal directly with the disk sectors, as this would require significant overhead. Instead, sectors are grouped into clusters, which can be anywhere from 2,048 bytes in size to 32,768 bytes in size (4 to 64 clusters). As disks grow larger, the cluster size increases, and, thus, the more disk sectors that are used per cluster. Cluster size directly impacts the maximum size of a disk. For example, if you take a 512-MB disk using FAT16, which can have only a maximum of 65,536 clusters, you are required to use a cluster size of at least 8K (524,288,000 bytes / 65,536 clusters = 8K cluster size). Another example (FAT16: 1 GB disk – 1,048,576,000 bytes / 65,536 clusters = 16K cluster size).
[...]
Cluster waste
(Often called “slack”) A file is stored using clusters, not using the size of a disk sector. So, suppose you have a disk that is broken up into 32 KB clusters and you save a file that is 33 KB in size. This file will require two full clusters, or a total of 64 KB of disk space, resulting in 31 KB of wasted space, or slack.

Also wird bei einem 2GB-Stick mit Fat16 ziemlich was “verbraten”, gerade weil bei mir dann auch sehr, sehr viele kleine Dateien darunter sind. Also der einfach Tipp: Im Arbeitsplatz auf den USB-Stick (Laufwerk) rechtsklicken und Formatieren wählen. FAT32 wird automatisch vorgeschlagen. Wer besonders experimentierfreudig ist, der kann auch unter der Kommandozeile (Start > Ausführen > cmd) mit dem Befehl format die Clustersizes genauer justieren (format /? für die Optionen).

Part 2

Eine andere Sache, die mir noch zu USB-Sticks einfällt, ist das nervige Entfernen des Sticks über Hardware sicher entfernen. Ich finde leider den Artikel nicht mehr, in welchem beschrieben wurde, warum das im Grunde nicht nötig ist (bei Windows XP mit SP2), aber der Ansatz war folgender: Es ist möglich, dass für Wechsellaufwerke der Cache aktiviert wird, d.h. alles geht etwas schneller. Standarmäßig ist dies bei XP allerdings deaktivert, d.h. Dateien werden sofort auf den Stick geschrieben. Wenn man also alles gespeichert und geschlossen hat, dann kann man auch ohne die x nervigen Klicks getrost den Stick ziehen – geht man die Schritte, dann wird man natürlich mit der bekannten aufschlusreichen Meldung darauf hingewiesen, dass man noch etwas offen hat.

Wer den Cache übrigens bei sich aktivieren kann, der kann dies im Gerätemanager für das Laufwerk aktivieren (es muss also eingestöpselt sein). Der Weg ist dann:

[Windows-Taste + Pause] > Hardware > Gerätemanager > Laufwerke > deinUsbLaufwerk > [Alt + Enter] > Richtlinien > Für Leistung optimieren

Da steht übrigens auch, dass man dann Hardware sicher entfernen nutzen soll.

Part 3

Dies wird man wohl immer nur an seinem eigenen Rechner tun und dort erhält der Stick in der Regel den gleichen Laufwerksbuchstaben. Also kann man sich z.b. deveject holen (z.B. bei JSI) und die Datei in den Windows-Ordner packen (dann muss man keine Path-Variable anpassen/anlegen). Auf den Desktop noch eine Batchdate, z.B. usbEject.bat, anlegen (neue Textdatei und einfach txt auf bat ändern). Dann noch die Zeile deveject -EjectDrive:”K:” hinein, speichern und nun geht das Auswerfen etwas fixer.

Hmm, ob das irgendwen interessiert, der jemals diesen Blog lesen könnte? :D


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